Bleigießen

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1. Januar 2017

Leider ist in den Wirren des letzten Jahrzehnts der schöne deutsche Brauch des Silvester-Bleigießens nahezu untergegangen. Das ist schade, denn aus den Formen, die das verflüssigte Metall in seiner zufälligen Schockstarre annimmt, nachdem es in das kalte Wasser gestürzt wurde, konnte man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit herauslesen, wie die individuelle oder die allgemeine Zukunft des Neuen Jahres aussieht. Wir hier unten haben uns dieser alten Gepflogenheit wieder zugewandt, weil wir glauben, dass weder die Vorhersagen unserer Regierung, noch die der Einheizpresse oder gar die der alternativen Blogger, in irgend einer Weise höheren Prognosewert über unser Leben im neuen Jahr ausweisen können.

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Jahreswechsel 2016/2017

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Sehr geehrte Leserschaft!

Ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und eine gesundes und friedliches Jahr 2017.

Danke, dass Sie sich für meine Meinungsäußerungen interessiert haben.

Wenn Sie zwischen Weihnachten und Neujahr etwas Zeit haben, dann schauen Sie sich mit Ihren Lieben diesen  Film an, den Simon Cellan Jones 2003 für die BBC gedreht hat. Mithilfe dieses Streifens zur „Eroica“ des jungen Ludwig van Beethoven gelingt es Ihnen vielleicht, wie mir, die antihumanen Machenschaften der Weltmammonisten mal eineinhalb Stunden zu vergessen. Dabei kann viel Mut und Humanismus entstehen, wie es m.E. kein anderer so genial geschafft hat, über die Musik an uns heranzutragen. Sie müssen sich ganz in Ruhe darauf einlassen! Wenn Sie sich (zum wievielten Mal?) zu Silvester auch noch die 9. Sinfonie vom deutschen Musikgroßmeister gönnen, werden sie mehr humanistische Kraft inhalieren, als Sie für das vor uns liegende neue Jahr benötigen.

Mit lieben Grüßen

Ihr Christian Friedrich Schultze

PS: Wer etwas über die Aussichten für 2017 wissen möchte, der lese auch diesen Artikel !

Post Faktum

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Sonntag, 3. Advent 2016

Ein Tatbestand, eine Gegebenheit oder eine Tatsächlichkeit sind grundlegende Begriffe der modernen Philosophie und Rechtswissenschaft, die Faktizität. Man kann „Faktizität“ auch als konkreten Lebenssachverhalt (Faktum) oder als „Bestandsaufnahme“ aller Umstände eines menschlichen Tuns definieren.

Wir hier unten sind uns nicht ganz sicher, ob die derzeitige deutsche „Zivilgesellschaft“ alle Umstände ihres diversen Tuns stets richtig versteht oder verstehen möchte. Diese Frage scheint offenbar auch Teile unserer Regierung, unseres Parlaments und unserer Einheizpresse umzutreiben. Darum arbeitet die ewige Kanzlerin mitsamt ihren Unterstützern Tag und Nacht daran, Licht in das Dunkel der politischen Begriffswelten zu bringen und trägt die Fackel der Entwicklung postmodernen Neusprechs vorbildhaft voran. Dabei werden ohne Unterlass vollkommen neue Begriffe erfunden oder alte umgedeutet. Weiter

Ein älterer, leicht erzürnter Herr

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Sonntag, 16. Oktober 2016

Nu scheen gudden Daach, darfsch sie ma‘ anschbrechn? Sie sähn so aus, als wärnse ni von hier. Sinn se oh ma guggn gegang, was die alle hier machn an demm scheen warm Sonndaach? Ich bin ja richdsch erschroggn, wieviel Bolizei das hier gähm dudd in unserm Sschdaade. Die sinn ja von iberall härgegomm, aus dr gansn Rebublig, mer sällts ni gloobm, wehgn der bar Demonsdrandn. Na gudd, di von BEGIDRAS oder wie die sich nenn, sinn ä bar mähr, aber die gleen Häufl am Neuschdädder un am Haubdbahnhof un dann oh die am Ludderdengmal, wegn dähn so ä Gewähse, dass verschdehch ni. Was das gosdn dudd, die hunderdn Bolizeier, nee wissn se, nee

Nee, ich habs in dr Zeidung gelähsn, dass ä gans großer Ufriss is heude bei uns in Drähsdn. Die gansen Neofaschisdn, die och schun de Ganzlerin und den Gaug so beschimpft hamm, die würden jezze ihrn zweedn Jahresdaag feiern wulln. Wulldn se sich das oh ma anguggn? Ich schdaune nur, dasses so viele sind.

Ach, sie sinn exdra deswegn härgegomm! Wohär? Aus Frangfurd? Am Main oder an dr Oder? Frangfurd am Main? Ei nee, vorbibch, von soo weid! Middm Audo oder mid dr Bahn? Mid dr Bahn! Nu, das gehd ja heude viel schneller als frier und überhaubd. Weiter

Das kollektive Vergessen

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Mittwoch, 12. Oktober 2016

Anlässlich des nun bereits 26. Tages der Einheit, welcher von den Regierenden diesmal In Dresden, der Landeshauptstadt des alten Sächsischen Freistaates, abgehalten wurde, fand ich den folgenden „Offenen Brief“ an uns Sachsen und ehemalige DDR-Bürger, die „Ostdeutschen Landsleute“, des bekannten Westberliner Kolumnisten Hubert von Brunn.

Das kollektive Vergessen – ein offener Brief

Den finde ich deshalb bedeutsam und lesenswert, weil er zeigt, wie weit wir Deutschen – infolge vielfältiger eigener Unzulänglichkeiten und äußerer Einflüsse – noch vom „Deutschland, einig Vaterland“ entfernt sind. Bitte lesen Sie, verehrte Leserschaft, zunächst diesen Mahnbrief, ehe Sie sich vielleicht geneigterweise meiner Antwort zuwenden, die zu verfassen ich nicht umhin konnte.

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Das Pfeifen im Walde

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3. Oktober 2016; Nationalfeiertag

Der diesjährige Nationalfeiertag wird von den Sachsen ausgerichtet und findet in ihrer Elbemetropole Dresden statt, welche bekanntermaßen regelmäßig von den „fremdenfeindlichen und rechtpopulistischen“ PEGIDA-Spaziergängern heimgesucht wird.

Im Vorfeld ereigneten sich zwei Sprengstoffanschläge, die die unglaublichen „Sicherheitsmaßnahmen“ zu diesen Festivitäten zu rechtfertigen scheinen. Dazu schrieb eine Anette Binninger in der „Sächsischen Zeitung“ vom 28. September eine Kolumne, die meines Erachtens sehr lesenswert ist. Die Hervorhebungen sind von mir. Weiter

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