Ein älterer, leicht erzürnter Herr

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Sonntag, 16. Oktober 2016

Nu scheen gudden Daach, darfsch sie ma‘ anschbrechn? Sie sähn so aus, als wärnse ni von hier. Sinn se oh ma guggn gegang, was die alle hier machn an demm scheen warm Sonndaach? Ich bin ja richdsch erschroggn, wieviel Bolizei das hier gähm dudd in unserm Sschdaade. Die sinn ja von iberall härgegomm, aus dr gansn Rebublig, mer sällts ni gloobm, wehgn der bar Demonsdrandn. Na gudd, di von BEGIDRAS oder wie die sich nenn, sinn ä bar mähr, aber die gleen Häufl am Neuschdädder un am Haubdbahnhof un dann oh die am Ludderdengmal, wegn dähn so ä Gewähse, dass verschdehch ni. Was das gosdn dudd, die hunderdn Bolizeier, nee wissn se, nee

Nee, ich habs in dr Zeidung gelähsn, dass ä gans großer Ufriss is heude bei uns in Drähsdn. Die gansen Neofaschisdn, die och schun de Ganzlerin und den Gaug so beschimpft hamm, die würden jezze ihrn zweedn Jahresdaag feiern wulln. Wulldn se sich das oh ma anguggn? Ich schdaune nur, dasses so viele sind.

Ach, sie sinn exdra deswegn härgegomm! Wohär? Aus Frangfurd? Am Main oder an dr Oder? Frangfurd am Main? Ei nee, vorbibch, von soo weid! Middm Audo oder mid dr Bahn? Mid dr Bahn! Nu, das gehd ja heude viel schneller als frier und überhaubd. Weiter

Das kollektive Vergessen

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Mittwoch, 12. Oktober 2016

Anlässlich des nun bereits 26. Tages der Einheit, welcher von den Regierenden diesmal In Dresden, der Landeshauptstadt des alten Sächsischen Freistaates, abgehalten wurde, fand ich den folgenden „Offenen Brief“ an uns Sachsen und ehemalige DDR-Bürger, die „Ostdeutschen Landsleute“, des bekannten Westberliner Kolumnisten Hubert von Brunn.

Das kollektive Vergessen – ein offener Brief

Den finde ich deshalb bedeutsam und lesenswert, weil er zeigt, wie weit wir Deutschen – infolge vielfältiger eigener Unzulänglichkeiten und äußerer Einflüsse – noch vom „Deutschland, einig Vaterland“ entfernt sind. Bitte lesen Sie, verehrte Leserschaft, zunächst diesen Mahnbrief, ehe Sie sich vielleicht geneigterweise meiner Antwort zuwenden, die zu verfassen ich nicht umhin konnte.

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Das Pfeifen im Walde

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3. Oktober 2016; Nationalfeiertag

Der diesjährige Nationalfeiertag wird von den Sachsen ausgerichtet und findet in ihrer Elbemetropole Dresden statt, welche bekanntermaßen regelmäßig von den „fremdenfeindlichen und rechtpopulistischen“ PEGIDA-Spaziergängern heimgesucht wird.

Im Vorfeld ereigneten sich zwei Sprengstoffanschläge, die die unglaublichen „Sicherheitsmaßnahmen“ zu diesen Festivitäten zu rechtfertigen scheinen. Dazu schrieb eine Anette Binninger in der „Sächsischen Zeitung“ vom 28. September eine Kolumne, die meines Erachtens sehr lesenswert ist. Die Hervorhebungen sind von mir. Weiter

Leaks

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Sonntag, 18. September 2016

Ein Leak ist für die, welche die Sprache des Imperiums unserer Epoche ein wenig beherrschen, ein Leck, ein Loch, im weiteren Sinne eine undichte Stelle. Im deutschsprachigen Raum bedeutet dieser Begriff neuerdings auch die nicht autorisierte Veröffentlichung von Informationen. Im noch engeren Sinne ist ein Leak die zielgerichtete Enthüllung von vertraulichen Informationen und deren Verbreitung durch einen meist anonymen Insider, deren Veröffentlichung gegen bestehende Gesetze, Verordnungen oder Konventionen verstößt. Die Leute, die das machen, kennen wir unter dem ebenfalls anglo-amerikanischen Begriff Whistleblower.

Wer Geheimhaltungsgesetze macht, wem diese nützen und wem sie schaden, soll hier nicht weiter erörtert werden. Es ist auch zu indifferent, denn Leaks werden durch jene und solche lanciert und wir Untertanen sind heutzutage kaum in der Lage, Tatsachen von Lügen zu unterscheiden, nicht nur bei den tagtäglichen Leaks.

Allerdings ist uns hier unten aufgefallen, dass diese Neudeutung des englischen Wortes germanischen Stammes mittlerweile allzu eng geworden ist. Denn ein Leak ist zuerst ein Loch! Ein Loch ist aber etwas, das fehlt; insofern freilich kein Nichts. Es erlangt erst dann Bedeutung, wenn etwas drumherum ist, während das Nichts bedeutungslos ist. Entscheidend für die Bedeutung eines Loches ist, was um es herum passiert, nicht nur bei den so genannten „Schwarzen Löchern“.

Über die physikalische und philosophische Bedeutung von Löchern kann man deshalb lange nachdenken. Uns hier unten interessieren aber seit eh und je vornehmlich die Löcher in der Berichterstattung unserer Qualitätsmedien, ihre Verschweigungen und Weglassungen. Manche nennen deshalb unsere Einheizpresse neuerdings Lückenpresse. Unsere Politikdarsteller, sowohl in den Legislativen, wie auch in den Exekutiven, lassen bei ihren Statements die wichtigsten Informationen meist ebenfalls weg. Das wird uns besonders in Wahlkampfzeiten bewusst. Und wenn gleich drei Säulen des „demokratischen“ Staatswesens ihre Aufgabe darin sehen, durch Löcher und Lügen in ihrer Informationspolitik zu glänzen, sollte sich der „Souverän“ langsam bequemen, die Dinge wieder zurecht zu rücken.

Wie? Durch Wahlen bestimmt nicht!

Falls Sie zur Wahl gehen wollen, lesen Sie hier mal rein!

Prepper

Sonntag, 4. August 2016

Ein wenig haben wir hier unten schon unter dem nachrichtlichen Sommerloch gelitten, obwohl wir einsehen müssen, dass auch die „Eliten“ mal Urlaub brauchen.

Wenigstens der Präsident der Türkischen Republik hat sich bemüht, diese politische Vakanz etwas zu mildern und uns reichlich Stoff zum Grübeln gegeben, nachdem seine bisherigen Verbündeten vom Islamischen Staat nach Darstellung der „Qualitätsmedien“ den Istanbuler Flughafen teilweise in die Luft gesprengt und dabei 44 unschuldige Menschen ermordet und 268 verletzt haben und Teile seiner Armee gegen ihn putschten. Auch jetzt können wir uns über seine antiwestlichen Eskapaden nur wundern. Schließlich ist sein Land Mitglied der NATO und seine Regierung bemüht sich immer noch darum, Mitglied der Europäischen Union zu werden – was ja auch irgendwie das Gleiche ist. Und nun verbietet er einigen tapferen Bundestagsabgeordneten sogar nachzuschauen, ob unsere Bundeswehrflieger auch ordentlichen Kriegsdienst auf seinem NATO-Stützpunkt Incirlik leisten. Weiter

Doppelpass

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Mittwoch, 24. August 2016

Irgendwie waren wir hier unten ja froh, dass die brasilianische Fußballequipe die Deutsche Nationalmannschaft der Kicker um Horst Hrubesch im Elfmeterschießen doch noch besiegt hat. Somit wurden diplomatische Verwicklungen oder Massenaufstände der Brasilianer vermieden, Frau Merkel musste nicht zu einem Blitzbesuch in die Katakomben des Maracanã reisen, sondern konnte sich weiterhin ihrer Willkommenspolitik widmen, und die Frage nach deutschem Doping wurde gar nicht erst gestellt… Weiter

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