Der große Unterschied

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Montag, 1. Juli 2019

Am 27. Juni 1989 schnitten die Außenminister von Ungarn und Österreich, Gyula Horn und Alois Mock, demonstrativ vor laufenden Kameras ein Loch in den Stacheldrahtzaun ihrer Staatsgrenze. Der Sturm der DDR-Bürger auf die ungarisch-österreichische Grenze, die Botschaften von Prag, Warschau und Budapest sowie auf die westdeutsche Vertretung in der Hannoverschen Straße in Berlin-Mitte nahm gewaltig Fahrt auf. Am 1. Juli 1989 wurde den Mitteldeutschen die Möglichkeit eröffnet, staatliche Entscheidungen in West-Reiseangelegenheiten gerichtlich prüfen zu lassen. Am 3. Juli wurden nach dem Montagsgottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche neun Protestanten festgenommen. Am 19. August nutzen fast 700 DDR-Touristen ein „Paneuropäisches Picknick“ im grenznahen St. Margareten im Burgenland und in Sopron, um über die Grenze nach Österreich zu fliehen. In einem symbolischen Akt wurde das Grenztor für drei Stunden geöffnet. Trotz des bestehenden Schießbefehls griffen die ungarischen Grenzsoldaten nicht ein. Am Abend des 30. September verkündete Genscher den fast 4000 Flüchtlingen, die die westdeutsche Botschaft in Prag besetzt hatten, die freie Ausreise…

Währenddessen bereitete die DDR-Partei- und Staatsführung unverdrossen ihre Feiern zum 40-jährigen Bestehen der DDR vor. Aber an den Demonstrationen nach den Montagsgottesdiensten in der Leipziger Nikolaikirche nahmen jedes Mal mehr Menschen teil. Zwei Tage nach dem 7. Oktober, dem „Nationalfeiertag“ der DDR, fand mit 70.000 Menschen und trotz schwer bewaffneter Einheiten von Polizei, Kampfgruppen, Volksarmee und Staatssicherheit in Leipzig der „Tag der Entscheidung“ statt. Die SED-Führung wagte es trotz grober Drohungen im Vorfeld nicht, die Demonstration gewaltsam aufzulösen. Am darauffolgenden Montag, dem 16. Oktober, waren es bereits 100.000 Teilnehmer. Immer mehr Menschen verloren seit dem 9. Oktober ihre Angst und brachten auf den Straßen vieler DDR-Städte ihren Willen zur politischen Veränderung zum Ausdruck. Die friedliche Revolution von unten hatte begonnen. Am 9. November fiel die Berliner Mauer. Ein Jahr später war das Experiment des ersten sozialistischen Staates auf deutschem Boden Geschichte und Deutschland unter den 2+4-Verträgen wiedervereinigt.

Exakt 30 Jahre danach droht der BRD als Ganzes der endgültige Rutsch in den Orkus der Geschichte. Denn eine paneuropäische, volksfeindliche Politikerkaste, unterstützt von globalistischen Finanzeliten, hat eine rot-grüne Kulturrevolution bisher ungekannten Ausmaßes in Gang gesetzt. Als Vorwand dient ihnen das Narrativ eines menschengemachten Klimawandels, der die unausweichliche Auslöschung unserer Spezies zur Folge haben solle, wenn wir nicht in allerkürzester Zeit die „grundstürzende“ Umwandlung unserer Gesellschaft hin zu Multikulti und Energiewende vollziehen und eine CO2-Steuer entrichten würden.

Bei dieser Revolution von oben gibt es eine Reihe von Unterschieden zu 1989: Die Läden sind voll, die Bäuche dick, die Grenzen offen, die Arbeitsplätze unsicher, um die vielleicht wichtigsten Gegensätze zu damals zu benennen. Es wird niemand durch Mauer und Stacheldraht gehindert, seinem deutschen Vaterland den Rücken zu kehren. Im Gegenteil: Rot-grüne Politiker betonen immer wieder, dass es den Deutschen frei stehe, ihr Land zu verlassen, wenn ihnen die Politik der Massenmigration und der Energiewende nicht gefalle. Und rund 150.000 deutsche Leistungsträger tun dies auch Jahr für Jahr! Der entscheidende Unterschied zu 1989 ist heutzutage aber das Fehlen eines wehrhaften deutschen Nationalbewusstseins, welches in deutscher Geschichte, Sprache, Kultur und Sitte wurzelt. Nicht umsonst wurden alle grundlegenden Werte und Tugenden, darunter die vielgescholtenen Sekundärtugenden der Deutschen, seit dem Durchmarsch der 68er in Politik, Verwaltung und Lehre der Verachtung preisgegeben und ihre Liquidierung vorangetrieben.

Inzwischen wird auch deutlich, dass Deutschland auf den Stand eines Regionalligisten zurückfällt. Weder bei Bildung, Ausbildung, Wissenschaft und Forschung, noch bei Innovation und Werteproduktion ist hierzulande noch ausreichender Leistungswille zu erkennen. Körperliche Trägheit und smartphone-gesteuerte Geistesfaulheit haben die deutsche Jugend bereits weitgehend zersetzt. So wie wir offenbar nicht mehr in der Lage sind, einen Flugplatz zu bauen, scheitern wird bei fast allen Projekten der Infrastruktur an Bürokratie, Korruption und Unfähigkeit. Zukunftsentscheidend ist jedoch: Die von schwachsinnigen Gutmenschen eingeleitete und bis heute anhaltende Massenmigration ist nicht umkehrbar. Und ob das Häuflein konservativer Nationalpolitiker in den drei Mitte-Rechtsparteien noch in der Lage ist, diese ganze Rückwärtsentwicklung zu stoppen, bezweifeln wir hier unten nicht erst, seit wir Oscar Spenglers „Untergang des Abendlandes“ gelesen haben.

Staat dessen haben wir hier unten eine Vision: Der Osten wird mit Hilfe der Osteuropäer und Russen gerade mal in der Lage sein, die islamische Invasion an der Elbe aufzuhalten. Westeuropa wird infolge des ganz überwiegend muslimischen Migrationshintergrundes seiner Kinder und Jugendlichen ein Islamischer Staatenbund werden. Frankreich ist bereits verloren, die übrigen westlichen Länder und westdeutschen Bundesländer werden folgen. Die Neue Seidenstraße wird in Hamburg enden. Es wird eine Riesenflüchtlingswelle von West nach Ost einsetzen und wir hier in Mitteldeutschland werden längere Zeit damit beschäftigt sein, den Apologeten der Massenmigration und der „Klimakatastrophe“ Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.

Es ist so, wie es Oscar Spengler prophezeit hat: Im Osten geht die Sonne auf. Im Westen beginnt ein mittelalterliches, muselmanisches Zeitalter.

© Christian F. Schultze, alle Rechte vorbehalten

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