Unrechtsstaat

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Die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls sind vorüber und die deutsche Hauptstadt hat mit ihren verschiedenen Programmen und den feiernden Menschen entlang des ehemaligen Verlaufs der Mauer dabei keine schlechte Figur gemacht.

Auch die damaligen Oppositionellen und Zeitzeugen der ersten Stunden haben in vielen Kirchen Ostdeutschlands ihre Erinnerungstreffen abgehalten. Nicht wenige Bücher und Filme sind aus diesem Anlass herausgebracht worden. Der 9. November erwies sich im Jahr 2014 erneut als der wichtigste Tag in der deutschen Geschichte, allerdings nicht nur wegen des Falls der Berliner Mauer und der bis dahin nach dem Zweiten Weltkrieg ziemlich undurchlässigen Zonengrenze.

Obwohl die DDR-Deutschen in einem nunmehr fünfundzwanzigjährigen Prozess des „Einholens-ohne-zu-Überholen“ viele der erwünschten Segnungen des westlichen Kapitalismus kennen gelernt haben, sind einige Renitente nicht zufrieden mit der grenzenlosen Freiheit, die sie seit der „friedlichen Revolution“ genießen können. Weiter

Willkommenskultur

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Geschrieben von Ken Jebsen am 4. März 2014
Angela Merkel wirft Putin Völkerrechtsverletzung vor. So die neueste Spiegel Online-Schlagzeile. Putin hat die in der Ukraine stationierten Truppen in Alarmbereitschaft versetzt. Sie überwachen den russischen Marinestützpunkt Sewastopol. Das haben sie quasi immer getan. Die Ukraine gehört seit dem 18. Jahrhundert zu den Partnern Moskaus. Jetzt also verletzt dieser Putin, laut Merkel, das Völkerrecht in der Ukraine.Ist das so?
Die Ukraine ist kein homogenes Land. Es gibt Regionen, die werden vorwiegend von Russen bewohnt. Dort wird Russisch gesprochen. Schon immer. Rechte Splittergruppen in der Ukraine haben die letzten Tage offen dazu aufgerufen, Terroranschläge gegen die Bürger mit russischem Hintergrund durchzuführen. Wo war da die Sorge von Angela Merkel um das Völkerrecht? Weiter

Verbraucher

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In erster Linie sind wir ja wohl Menschen!

Dazu gibt es auf Erden auch die notwendigen Konventionen. Zum Beispiel die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die 1948 von den Vereinten Nationen verkündet wurde. Oder die Europäische Menschenrechtskonvention, die im Jahre 1950 von den EWG-Ländern erarbeitet wurde, und die von jedem neuen EU-Mitglied unterschrieben werden muss.

Darüber hinaus sind wir aber auch Personen. Unsere Persönlichkeitsrechte sind im wesentlichen im Bürgerlichen Gesetzbuch der Deutschen aus dem Jahre 1900 verfasst worden. Nach Artikel I des aktuellen bundesdeutschen Grundgesetzes besitzen wir sogar eine Würde! Die erwachsenen Mitbürger sind außerdem Personal und haben deshalb Personal-Ausweise. Bis zum Mauerfall 1989 waren wir Ostdeutschen Personal der sowjetischen Besatzungszone, mithin der so genannten DDR. Weiter

Staatsaffäre

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Womit könnten sich unsere Minister und Abgeordneten noch beschäftigen, was nicht bereits durch die Brüsseler Eurokraten geregelt würde? Richtig, mit sich selbst! Zunächst beschlossen sie kurz nach der Bildung der Koalition klammheimlich eine neuerliche Erhöhung ihrer Diäten um 830 auf 9082 Euro. Dann wurden die Ministerposten und die Staatssekretärsstellen verteilt. Diese wiederum beriefen dort, wo es noch freie Plätze gab oder neue geschaffen wurden, ihre Vasallen auf Abteilungsleiterposten und so fort.

Sebastian Edathy (SPD) war nicht dabei, obwohl er sich als Vorsitzender des zweiten NSU-Untersuchungsausschusses ausreichend als Verschleierungstaktiker profiliert hatte. Der damalige Innenminister und Doktor der Rechte, Hans-Peter Friedrich (CSU), hatte, „um Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden“, schon im Herbst 2013 den Chef des Koalitionspartners, Sigmar Gabriel (SPD), informiert, dass gegen Edathy wegen eines Verdachts, er könnte Konsument von Kinderpornografie sein, ermittelt werde. So ein Mann dürfe niemals Minister werden oder einen anderen Amtsträgerposten in der neuen Regierung bekleiden. Der zu erwartende Skandal wäre unabsehbar. Recht hatte er!, meint der deutsche Stammtisch. Weiter

Outing

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Hiermit möchte ich meinen Mitmenschen, der interessierten Öffentlichkeit, ja sogar der ganzen Welt mitteilen, dass ich mich ab sofort und überall zu meiner Heterosexualität bekenne, auch wenn ich damit als ganz unmoderner und nach rückwärts gewandter Mensch erscheinen möge. Dies ist mir aber aus zwei Gründen ziemlich gleichgültig. Denn erstens bin ich inzwischen in ein biblisches Alter eingetreten, komme als Fußballstar ohnehin nicht mehr in Betracht. Und Zweitens habe ich mein Berufsleben abgeschlossen, muss also auf Kolleginnen und Kollegen, auf Frauen und Kinder, russische Gesetze und Alice Schwarzers Meinung keine Rücksicht mehr nehmen. Ergänzen möchte ich noch, dass ich Sex jetzt am liebsten habe, wenn die Partnerin oben ist und die Initiative ergreift, bis mir das zuviel wird, ich dann um die Prettydogstellung bitte oder zum Kuscheln übergehen möchte. Gegen Petting, vorzugsweise orales, ist natürlich auch nichts einzuwenden. Weiter

Sicherheit 2014

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Leider endete das alte Jahr nicht so friedlich, wie wir es für Sie, verehrte Leserschaft, ebenso wie für uns hier unten, erhofft hatten. Am 29. und 30. Dezember erschütterten gleich zwei schwere Selbstmordattentate hintereinander die russische Schicksalsstadt Wolgograd, das frühere Stalingrad. Insgesamt starben beim Bombenanschlag auf einen Linienbus 16 Passagiere und beim Attentat im Bahnhof der Stadt am Sonntag 18 unschuldige Menschen. In Kliniken in Wolgograd und Moskau werden noch 64 Verletzte behandelt. Wolgograd liegt etwa 700 Kilometer von Sotschi entfernt. Und deswegen werden die Anschläge nicht nur von allen Russen einschließlich Wladimir Putin mit Angst und Sorge zur Kenntnis genommen.
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