Der Clash der Eliten

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Mittwoch, 4. Juli 2018 – Independence Day

Bevor wir uns über den gegenwärtigen „Clash der Eliten“ auslassen, wollen wir die derzeit herrschende Meinung über das einholen, was wir unter „Elite“ verstehen sollen. Dazu schreibt „Wikipedia“:

Elite (urspr. vom lateinischen eligere bzw. exlegere = „auslesen“) bezeichnet soziologisch eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten, ökonomische Eliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die ‚Positionselite‘ oder die ‚Bildungselite‘. Der Elite gegenüber stehen die ‚Masse‘ oder der ‚Durchschnitt‘, die ‚Normalbürger‘. Als Elitarismus bezeichnet man die Ideologie, die vom Bewusstsein getragen wird, einer Elite anzugehören.“

Im Grunde möchte wohl jedermann Mitglied einer Elite sein und in seiner Wahlgruppe aufsteigen. Wir hier unten stehen ebenfalls auf dieser Leiter, auch wenn wir noch nicht genau wissen, ob wir zur „Bildungselite“, zur ökonomischen oder zur politischen Elite gehören möchten. Günstig ist es, wenn man zur Gruppe derer zählt, die alle elitären Elemente in sich vereinigt. Dann wird man womöglich von der „Machtelite“ aufgenommen. Weiter

Von der Schwierigkeit, ein deutscher Patriot zu sein

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Donnerstag, 28. Juni 2018

„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: Die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

Dieses vernichtende Zitat wird dem Kaiser der Franzosen Napoleon Buonaparte zugesprochen. Beweisen lässt sich dies nicht und die Wahrscheinlichkeit, dass der kleine korsische Massenmörder Anfang des 19. Jahrhunderts so etwas gesagt hat, ist eher gering. Dies um so mehr, da auch zur Zeit des großen Russlandfeldzuges der Franzosen ein einiges Deutschland eher eine ferne Utopie war und man es heute noch als ein Wunder ansehen kann, dass es Bismarck dennoch gelang, aus 42 deutschen Kleinstaaten eine Art Deutsche Nation zu schmieden. Wir hier unten sind von dieser Charakterisierung des „Deutschen Michels“ dennoch fasziniert, entdecken wir doch derlei Züge des „deutschen Wesens“ im Auf und Ab der Geschichte immer wieder und in der heutigen Zeit erneut ganz besonders. Weiter

Bilderstürmer

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Donnerstag, 10. Mai 2018

Am 5. Mai dieses Jahres feierten hohe Vertreter verschiedenster Vereinigungen, Kirchen und Parteien in der altehrwürdigen Konstantinbasilika zu Trier den 200. Geburtstag eines großen und den für die Neuzeit wahrscheinlich bedeutendsten deutschen Philosophen.

Der Tag war Anlass für unzählige Kolumnisten, Politiker und Vertreter aller Gruppierungen, um den in der ältesten deutschen Stadt geborenen Karl Marx zu würdigen oder zu bashen. Während die einen, eher „links“ verorteten Mitbürger, die Bedeutung des Philosophen und Politökonomen für die Entwicklung der Arbeiterbewegung im 19. und 20. Jahrhundert hervorhoben, lasteten ihm die eher Konservativen die Verbrechen der bolschewistischen Diktaturen in aller Welt an. Triumphierend stellten einige Rechtsintellektuelle zudem fest, dass der Kommunismus weltweit passé sei, während der Kapitalismus dabei ist, auch das vorletzte kommunistische Bollwerk, die Volksrepublik China, zu überrollen. Manche diffamierten sogar den erfolgreichsten deutschen Denker des 19. Jahrhunderts wegen seiner stets prekären wirtschaftlichen Verhältnisse und seines Antijudaismus. Als Höhepunkt seines Geburtstagsfestes konnte wohl die Enthüllung der vom bekannten Bildhauer Wu Weishan geschaffenen Marxstatue gelten, welche die kommunistische Führung Chinas der Stadt Trier übereignet hat. Weiter

Kriegslust

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Sonnabend, 14. April 2018

Noch am gestrigen Freitagabend hat Donald Trump angeordnet, dass der Vergeltungsschlag für den „mutmaßlichen Giftgasangriff“ der syrischen Armee in Douma umgehend erfolgen werde, was am heutigen frühen Morgen auch geschah. Die USA, Frankreich und Großbritannien haben gemeinsam Luftangriffe gegen Syrien geflogen. 110 Cruisemissiles sollen abgefeuert worden sein. Es gab nach bisherigen Verlautbarungen drei Verletzte und allerhand Sachschaden. Die syrische Armee meldete den Abschuss von 75 Prozent der angreifenden Flugbomben.

Was können wir daraus lernen: Weiter

Führergeburtstag

Freitag, 13. April 2018

Wir hier unten sind immer wieder darüber erstaunt, dass sich bestimmte Grundmuster des menschlichen Verhaltens seit Jahrtausenden nicht zu verändern scheinen: Cliquen, ob sie nun konservativ, liberal, links oder rechts gesonnen sind, entwickeln, wenn sie einmal die Macht erobert haben, stets einen dominierenden Grundzug ihres Willens: Machterhaltung. Dies ist wohl natürlich. Wie weit sie dabei gehen, hängt von ihrem Charakter und tausenden Gegebenheiten ab, die teilweise tief in die Vergangenheit reichen können.

Adolf Hitler zum Beispiel hätte niemals seine nationalsozialistische Diktatur errichten können, wenn eine bestimmte angelsächsische Clique im Jahre 1894 nicht beschlossen hätte, das eben gegründete Deutsche Reich zu zerstören. Dieses vereinigte Deutschland fuhr dank der Erfindung der Eisenbahn und der Politik des Eisernen Kanzlers Otto von Bismarck in kurzer Zeit eklatante wirtschaftliche und soziale Erfolge ein, womit es das British Empire ernsthaft gefährdete. Vielleicht hatte Wilhelm II. eine Mitschuld an der Entwicklung des 1. Weltkrieges, den Versailler Schandvertrag haben aber allein die Briten und Franzosen, teilweise vielleicht auch die US-Amerikaner, zu verantworten; das ist inzwischen ziemlich unumstritten. Weiter

Sport frei?

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Karfreitag, 30. März 2018

Sport frei“ ist ein alter deutscher Sportlergruß, erfunden vom Turnvater Jahn. Er war in der DDR zu allen sportlichen Veranstaltungen obligatorisch. Mit diesem Gruß (Trainer oder Veranstalter: „Wir begrüßen uns mit einem Sport …“ – Sportler: „… frei!“) wurden auch der schulische Sportunterricht und jede Form von (Mannschafts-)Training eröffnet. Teilweise findet er heute noch Verwendung. Jedoch zunehmend weniger.

Und das ist auch richtig so! Weiter

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