Willkommenskulturelle

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Dienstag, 26. März 2019

Wie im Spätmittelalter die Erfindung der Buchdruckkunst mit beweglichen Lettern, ist die Errichtung des Internets in unserer Zeit eine der größten Gefahren für den geordneten Herrschaftsverlauf. Wenn Informationen unzulänglichster Art, unsortiert nach Wahrheit und Lüge, richtig oder falsch, einem, sagen wir mal, schlecht bis mittelmäßig gebildeten Volk ungeprüft massenhaft zur Verfügung gestellt werden, muss sich niemand wundern, wenn die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft konfus wird und kein X mehr von einem Ypsilon unterscheiden kann. Dies kann leicht zu Massenschlächtereien führen!

Deshalb wurde die Demokratie erfunden. In einer solchen soll man auf die Vernunft der Mehrheit bauen, weil aufgrund der Kognitionslehre niemand jemals die volle Wahrheit kennen kann. Die Schwarmintelligenz wird es also richten, glaubt zumindest die Mehrheit. Hat sich auch diese geirrt, ist ja bei der nächsten Aus-Wahl der Staatslenker ein Umsteuern möglich.

Die herrschende „Elite“ wendet diese Methode neuerdings sogar auf die Wissenschaft an. Wie dies funktioniert, können wir derzeit am Fall „Greta“ beobachten. Anstatt sich mit wissenschaftlichen Fakten zu beschäftigen und zu lernen, ihren Verstand zu gebrauchen, läuft die Jugend, wie im Mittelalter, angeführt von den heutigen weltlichen und kirchlichen Fürsten, Heiligen und Märtyrern nach. Denn glauben ist seliger als wissen.

Ein früheres Beispiel ist die Emotionswelle der „Willkommenskultur“ für Asylsuchende im Herbst des Jahres 2015. Mit Hilfe der öffentlichen wie privaten Medien wurde die latente Fremdenfeindlichkeit der Deutschen erfolgreich niedergerungen und der spalterische Minderheitsgedanke, dass das bestehende EU-Grenzrecht und das deutsche Asylrecht eine solche Masseneinwanderung in die EU-Länder wie in die BRD gar nicht zulassen, mittels Mehrheitsbeschluss ignoriert.

Dabei ist es offenbar niemandem aufgefallen, dass auf diese Weise ein Staatsvertrag zu Lasten Dritter in Kraft gesetzt wurde, ähnlich wie beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR). Verträge zu Lasten Dritter sind aber seit Urzeiten als null und nichtig anzusehen. Im Migrationsfall blieb außerdem offen, ob die Willkommenskulturellen tatsächlich die Mehrheit des Willens des deutschen Volkes abgebildet haben. Wie dem aber auch sei, die Kosten dieser Veranstaltung müssen alle tragen; real die rund 15 Millionen Nettosteuerzahler, die in der bundesdeutschen Staatsökonomie noch übriggeblieben sind.

In einer liberalen, wirklich demokratischen Gesellschaft könnte man für eine derartige Willkommenskultur wie auch für den ÖRR durch Mehrheitsbeschluss freilich auch Individualverträge obligatorisch machen: Jeder, der einen Asylheischenden samt seiner Familie aufnehmen möchte, bekommt einen solchen per Los zugeteilt und hat fortan für dessen Leben von der Wiege bis zur Bare persönlich aufzukommen. Jeder, der den ÖRR empfangen möchte, schließt mit diesem einen individuellen Vertrag ab. Dies würde das öffentliche wie das private Recht bzw. Unrecht wieder vom Kopf auf die Füße stellen.

Nun wissen wir hier unten allerdings durch unsere empirischen Studien, dass die herrschenden Eliten seit den Sumerern stets von Verträgen zu Lasten Dritter gelebt haben. Leider ist uns bislang kein Gesetz und keine Verordnung bekannt, in dem anderes stünde. Die „Eliten“ sind – insbesondere über ihr Besteuerungsrecht – immer die Nutznießer!

Sollte jemand von Ihnen, sehr verehrte Leserschaft, in der Position sein, ein „Gesetz über die persönliche Haftung von Willkommenskulturellen und Politikern“ in unseren Bundestag einbringen und durchsetzen zu können, würden wir hier unten dem zu- und für Ihre Partei generell stimmen.