Kriegslust

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Sonnabend, 14. April 2018

Noch am gestrigen Freitagabend hat Donald Trump angeordnet, dass der Vergeltungsschlag für den „mutmaßlichen Giftgasangriff“ der syrischen Armee in Douma umgehend erfolgen werde, was am heutigen frühen Morgen auch geschah. Die USA, Frankreich und Großbritannien haben gemeinsam Luftangriffe gegen Syrien geflogen. 110 Cruisemissiles sollen abgefeuert worden sein. Es gab nach bisherigen Verlautbarungen drei Verletzte und allerhand Sachschaden. Die syrische Armee meldete den Abschuss von 75 Prozent der angreifenden Flugbomben.

Was können wir daraus lernen:

  1. Falls es noch eines Beweises bedurfte, dass es sich im mittelnahöstlichen Krieg nicht um einen Bürgerkrieg in Syrien, angeführt von islamischen Dschihadisten handelt, so ist dieser vom Westen selbst damit unwiderleglich und ein für alle Mal geführt worden.

  2. Falls noch irgendjemand in dieser Welt gedacht haben sollte, dass das Völkerrecht für den Westen eine Bedeutung hat, so ist mit dem offenen Angriff durch die „Allianz“ unwiderleglich bewiesen worden, dass es „Völkerrechte“ (und damit auch Menschenrechte) für den Westen nicht gibt.

  3. Mit dem sich seit dem 1. Weltkrieg ständig wiederholenden Narrativ des Giftgasmordens beweisen die Angelsachsen, dass ihre Geheimdienste ebenso wie ihr Medienkartell mittelmäßige Faulpelze sind, weil sie es nicht schaffen, überzeugendere Kriegsgründe zu finden. Die Brutkastenlüge von Kuweit bildete eine schmutzige Ausnahme.

  4. Die neue Qualität des westlichen Agierens in Mittelnahost beweist, dass sich der Untergang des Westen beschleunigt. Da der Osten den Krieg dort im Grunde gewonnen hat, müssen die Anglo-Amerikaner nun befürchten, dass sie ihre Basen um die syrischen Ölquellen östlich des Euphrat aufgeben müssen. Nach dem Verlust der beiden Pipeline-Projekte droht ihnen damit der Zusammenbruch des Öl-Dollars, welcher die letzten fünf Jahre nur noch durch den Raub des syrischen Öls verhindert werden konnte.

  5. Die Aktion „Skripal“ war ein Versuch, die „Allianz“ noch einmal gegen den Osten zu vereinen. Alles, was seit Putins Rede am 1. März dieses Jahres geschah, ist pure Panik. Wie die Reaktionen des Pentagon zeigen, ist dem Westen die Kriegslust dadurch vergangen. Das zusammenbrechende Finanzimperium ist mit Krieg nicht mehr zu retten. Ob die NWO-Mammonisten bei Gefahr ihres eigenen Untergangs doch noch einen Großkrieg zustande kriegen, ist zu bezweifeln.

  6. Der Angriff dieser Nacht beweist, dass die Kriegsunlustigen im Pentagon zur Zeit die Mehrheit haben. Das muss nicht so bleiben. Das angeschlagene Monster bleibt unberechenbar!

Wir hier unten hoffen unverzagt auf eine baldige „Wende“, nach der die kriegslustigen Satrapen unserer derzeitigen Koalition rechtsstaatlich abgeurteilt und in Sicherheitsverwahrung genommen werden können.

Nachtrag drei Tage danach.