Führergeburtstag

Freitag, 13. April 2018

Wir hier unten sind immer wieder darüber erstaunt, dass sich bestimmte Grundmuster des menschlichen Verhaltens seit Jahrtausenden nicht zu verändern scheinen: Cliquen, ob sie nun konservativ, liberal, links oder rechts gesonnen sind, entwickeln, wenn sie einmal die Macht erobert haben, stets einen dominierenden Grundzug ihres Willens: Machterhaltung. Dies ist wohl natürlich. Wie weit sie dabei gehen, hängt von ihrem Charakter und tausenden Gegebenheiten ab, die teilweise tief in die Vergangenheit reichen können.

Adolf Hitler zum Beispiel hätte niemals seine nationalsozialistische Diktatur errichten können, wenn eine bestimmte angelsächsische Clique im Jahre 1894 nicht beschlossen hätte, das eben gegründete Deutsche Reich zu zerstören. Dieses vereinigte Deutschland fuhr dank der Erfindung der Eisenbahn und der Politik des Eisernen Kanzlers Otto von Bismarck in kurzer Zeit eklatante wirtschaftliche und soziale Erfolge ein, womit es das British Empire ernsthaft gefährdete. Vielleicht hatte Wilhelm II. eine Mitschuld an der Entwicklung des 1. Weltkrieges, den Versailler Schandvertrag haben aber allein die Briten und Franzosen, teilweise vielleicht auch die US-Amerikaner, zu verantworten; das ist inzwischen ziemlich unumstritten.

Warum Hitler 1940 die britische Rheinarmee bei Dünkirchen entkommen ließ, ist den meisten Neuhistorikern bis heute ein Rätsel. Auch wer „Mein Kampf“ in der Originalfassung aufmerksam liest, kann darüber nur Vermutungen anstellen, die darauf hinauslaufen, dass die Deutschen, bis auf wenige Intellektuelle, Hitlers „Credo“ entweder nicht gelesen oder nicht geglaubt haben. Denn sein Rassenwahn richtete nicht keineswegs nur gegen Juden, Zigeuner und Behinderte, sondern vor allem gegen die „bolschewistischen Slawen“, die hinter den Ural gedrückt werden sollten, damit die deutschen Germanen entsprechend der Hans Grimmschen Ideologie mehr „Lebensraum“ bekommen. Er richtete sich jedoch nicht gegen die Angelsachsen! Dieser Wahn wird von den NWO-Mammonisten weiterhin gepflegt und die Eroberung des „Heartlandes“ steht bei diesen nach wie vor auf der Tagesordnung. Die Giftgas-Fakes aus dem syrischen Douma von dieser Woche lassen grüßen…

Leider gibt es in unserem Vaterland immer noch eine Reihe von Leuten, die entweder zu wenig Wissen der historischen Vorgänge um Deutschland, sagen wir mal, seit der Völkerschlacht bei Leipzig, haben oder immer noch glauben, dass eine ethnische Reinwaschung von Völkerschaften nach 5000 Jahren sexueller Vermischung möglich ist. Ansonsten würden sie ja dem Nazikult und insbesondere der Hitlerverehrung umgehend entsagen.

Diese Minderheit derartiger Zeitgenossen will nun im sächsischen Grenzort Ostritz an der Neiße zu Ehren des Selbstmörders ein Rechtsrock-Festival begehen. Offenbar bewegen sie sich damit noch im grundgesetzlichen Rahmen, sonst wäre ein verwaltungstechnisches Verbot ja kein Problem. Obwohl wir hier unten gegen jegliche Denkverbote eintreten, sind strafrechtliche Handlungsverbote durchaus legitim, sonst bräuchten wir ja kein Strafrecht. Soweit reicht unser gesunder Menschenverstand.

Warum man aber einem genehmigten Musikfest einer politischen Randgruppe zum Führergeburtstag mit einem durch die Schirmherrenschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer geweihten linksbunten Volksfest an gleicher Stelle eine derartige Aufwertung zuteil werden lässt, übersteigt das politische Verständnis von unsereinem.