Der Clash der Eliten

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Mittwoch, 4. Juli 2018 – Independence Day

Bevor wir uns über den gegenwärtigen „Clash der Eliten“ auslassen, wollen wir die derzeit herrschende Meinung über das einholen, was wir unter „Elite“ verstehen sollen. Dazu schreibt „Wikipedia“:

Elite (urspr. vom lateinischen eligere bzw. exlegere = „auslesen“) bezeichnet soziologisch eine Gruppierung (tatsächlich oder mutmaßlich) überdurchschnittlich qualifizierter Personen (Funktionseliten, Leistungseliten) oder die herrschenden bzw. einflussreichen Kreise (Machteliten, ökonomische Eliten) einer Gesellschaft. Konkret bezieht sich der Begriff meist auf näher definierte Personenkreise, wie z. B. die ‚Positionselite‘ oder die ‚Bildungselite‘. Der Elite gegenüber stehen die ‚Masse‘ oder der ‚Durchschnitt‘, die ‚Normalbürger‘. Als Elitarismus bezeichnet man die Ideologie, die vom Bewusstsein getragen wird, einer Elite anzugehören.“

Im Grunde möchte wohl jedermann Mitglied einer Elite sein und in seiner Wahlgruppe aufsteigen. Wir hier unten stehen ebenfalls auf dieser Leiter, auch wenn wir noch nicht genau wissen, ob wir zur „Bildungselite“, zur ökonomischen oder zur politischen Elite gehören möchten. Günstig ist es, wenn man zur Gruppe derer zählt, die alle elitären Elemente in sich vereinigt. Dann wird man womöglich von der „Machtelite“ aufgenommen.

Allerdings hat die Sache einen Haken. Wenn Machtelite ist, muss man allerhand Unangenehmes tun, um dabei bleiben zu können. Dies näher zu beschreiben, reicht der Platz unserer „Normalglosse“ nicht aus. Wir empfehlen, hierzu lieber das 1969! erschienene Büchlein „The Peter Principle“ von Laurence J. Peter und Raymond Hull zu studieren. Es zählt zu den Klassikern der nordamerikanischen Managementliteratur. Die Hauptthese der kanadischen Autoren besagt, dass in einer Hierarchie jedes Mitglied nur so lange aufsteigt, bis es das Maß seiner absoluten Unfähigkeit erreicht hat. Nach einer gewissen Zeit wird fast jede Position von einem Menschen besetzt, der außerstande ist, diese Aufgabe zu erfüllen. Die Arbeit wird von denjenigen erledigt, die ihre Stufe der Inkompetenz noch nicht erreicht haben.

Sollten Sie, verehrte Leserschaft jetzt gewisse Parallelen zu unserer ewigen Kanzlerin, ihrer Regierung oder zu unseren Parlamenten entdecken, dann liegen Sie genau richtig. Doch die Angelegenheit ist ernster, als wir annehmen möchten: Dieses Wirkprinzip kann durchaus auch für eine ganze Gesellschaft – als komplexeste aller Hierarchien – angenommen werden! Auf dem Höhepunkt einer zivilisatorischen Periode sind die Machteliten offenbar untauglich, sowohl äußere als auch selbstverursachte Probleme zu lösen. Manche Chronisten sind daher der Meinung, dass derzeit die westliche Zivilisation im Untergehen begriffen ist, da sie ihre ethischen und kulturellen Grundwerte, die ihren Aufstieg begründet haben, in vollem Umfang verrät und einem allumfassenden „Mammonismus“ opfert.

Früher oder später muss eine soziale Hierarchie, die in überwiegendem Maße aus Lüge, Betrug, Angst, Neid, Missgunst, Verleumdung, Hass, Geldgier und Realitätsverweigerung besteht, in sich zusammenbrechen. Schaut man sich die derzeitige internationale und unsere nationale Lage an, kann man von einem vollständigen Versagen des Westens auf allen menschheitspolitischen Feldern, insbesondere in der Sozialen Frage, sprechen. Deshalb lässt sich aktuell deutlicher als noch vor 20 Jahren feststellen: „Im Osten geht die Sonne auf, im Westen ist ihr Untergang vorbereitet.“

Auch in unserem Vaterland wird die Unfähigkeit der „Machteliten“, irgendeines der vorhandenen und völlig offensichtlichen gesellschaftlichen Probleme, von der Bildungspolitik über die Finanz-und Wirtschaftspolitik bis hin zur Sicherung des Rechtsstaates, zu lösen, immer augenfälliger.

Doch, verehrte Leserschaft, Laurence J. Peter und Raymond Hull haben uns mit ihrer Studie der Wirkprinzipien von Hierarchien (jeglicher Art) nicht ganz ohne Hoffnung gelassen: Jede gesellschaftliche Gruppe ist prinzipiell in der Lage, sich zu erneuern. Das lässt sich nicht einmal durch ein vollkommen heruntergewirtschaftetes, linksrotschwarzgrün ideologisiertes Bildungswesen verhindern. Dies geschieht zwar nicht durch allgemeine bessere Einsicht, sondern vor allem deswegen, weil unablässig neue Menschen heranwachsen, die in den Hierarchien nach oben steigen wollen, bis zu ihrer Leitersprosse auch die Kompetenz dazu besitzen und die Obersten zum Schluss wegfegen.

Solche neuen Gruppierungen und politischen Parteien formieren sich derzeit im gesamten Westen und sogar in unserem Land, welches von allen Nationen erfahrungsgemäß immer am längsten dafür braucht, mit zunehmender Macht.

Dazu passt dieser Artikel  von Stephan Paetow wie die Faust aufs Auge ! Oder dieser !

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