Weimar-Dejavue

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Montag, 24. April 2017

Unzählige Bücher, Dokumentationen, Filme und wissenschaftliche Abhandlungen befassen sich mit Aufstieg und Untergang der „Weimarer Republik“ der Deutschen, wie manche Historiker den Zeitraum zwischen dem 29. September 1918 bis zum berüchtigten 30. Januar 1933, dem Tag der sogenannten Machtergreifung Adolf Hitlers, bezeichnen.

Stellvertretend genannt seien hier das Buch „Hitlers Volksstaat“ von Götz Ali und die Informationsbroschüre der Bundeszentrale für politische Bildung Nr. 261 von Reinhard Sturm. Letztere füge ich für die interessierte Leserschaft im Anhang bei.

Gestern ging der Parteitag der „Alternative für Deutschland“ AfD zu Ende und das deutsche Wahlvolk hat nicht erst am vergangenen Wochenende bemerkt, dass die AfD nur eine schwache Alternative für Deutschland ist. Dies liegt weniger an ihrem politischen Programm, sondern an den Führungsquerelen, welche von der hochschwangeren Vorzeigemutter und Expfarrfrau Frauke Petry ausgingen. Ihr Umgang mit dem Thüringer Landesvorsitzenden Björn Höcke wegen zweier sachlich, historisch wie politisch völlig legitimer politischer Kampfreden zeigte, wie leicht die promovierte Chemikern bei gezielten Angriffen der Qualitätsmedien und linksgrün-autonomer Volksverhetzung einknickt. Diese sächsische Möchtegernpolitikerin hat nun offensichtlich abgedankt und es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sie auch den Parteivorsitz abgeben muss. Und dass ist gut so, denn Frauke Petry besitzt nicht das Kaliber, UNSERER LIEBEN DEUTSCHEN FRAU erfolgreich Paroli bieten zu können. Mit Jörg Meuthen, Alexander Gauland und Alice Weidel sind seit gestern härtere Typen an der Spitze der AfD, auch wenn letztere auf dem Gebiet politischer Führungsarbeit relativ neu sein mag. Aber vielleicht hat sie ihre frühere Tätigkeit bei Goldman Sachs entsprechend gestählt.

Ab nun läuft auch in der BRD der Bundestagswahlkampf auf vollen Touren und wir können sicher sein, dass er von Hetze, Verleumdung, Lug und Trug der Medien, wenn nicht gar von gewaltsamen Auseinandersetzungen der Parteiengruppierungen bzw. ihrer Helfershelfer, begleitet sein wird.

Dies alles erinnert uns hier unten an die Zustände in der zweiten Hälfte der so genannten Weimarer Republik, welche von politischen und sozialen Unruhen, Gewaltkriminalität bis hin zu diversen Morden gekennzeichnet war. Der Zusammenbruch des Grundglaubens unserer Großväter und Großmütter an die Fähigkeit des so genannten Demokratischen Parlamentarismus, mit den Ergebnissen des Ersten Weltkrieges, dem Versailler Schandvertrag und der von den internationalen Finanzmächten mithilfe der New Yorker Börse herbeigeführten weltweiten Wirtschaftskrise von 1929, fertig zu werden, lag aber beileibe nicht allein an der zunehmenden Stärke restaurativer Kräfte, der Nationalsozialistischen Bewegung, der Wankelmütigkeit der Sozialdemokraten oder der Sowjetpropaganda für die Kommunistische Partei im damaligen Deutschen Reich.

Denn wie wir heute wissen und in den freigegebenen Dokumenten nachlesen können, wurde der Erste Weltkrieg vor allem vom anglo-amerikanischen Imperium planmäßig und erfolgreich vorbereitet, ebenso wie der Große Krieg zwischen den beiden stärksten Nationen in Europa, Deutschland und der UdSSR. Und man muss es den Politikern dieser Mächte lassen: Sie waren einfach gerissener als der Deutsche Michel mit seiner Regierung, die seinerzeit ebenso verträumt, politisch instinkt- und hilflos agierte, wie heutzutage. Und der brave Deutsche geht heute wie damals unverdrossen „seiner“ Arbeit nach, auch wenn er mehr als die Hälfte davon an das Imperium abgegeben muss. Hauptsache Mittagsessen und Abendbrot fallen niemals aus!

Und so soll es auch diesmal funktionieren: Der unsichtbare tiefe Staat des Westens sucht sein Heil wieder in einem großen Krieg. Doch diesmal liegen die Verhältnisse anders: Ein thermonuklearer Holocaust würde alle Geschäfte vernichten und auch die Eliten empfindlich treffen. Einen konventionellen Krieg gegen Russland, China, Iran und Nordkorea kann Angloamerika jedoch nicht gewinnen. Dafür sind die multipolaren Mächte inzwischen zu stark geworden.

Und es gibt noch einen Grund, optimistisch zu sein: Außer den Moslems will sich niemand mehr, nicht einmal unsere NATO-Söldner, für die Superreichen abschlachten lassen. Dafür ist die Aufklärung zu weit fortgeschritten.

Gute Zeiten für einen wirklichen Politikwandel!