Vault 7

Eingetragen bei: Glosse der Woche | 0

Mittwoch, 15. März 2017

Mit freudigem Interesse beobachten wir hier unten, wie sich das anglo-amerikanische Imperium mit wachsender Geschwindigkeit selbst zerlegt. Ob es nun die Machtkämpfe der Cliton-Obama-Kriminellen mit den Trump-Weißnacken in Washington, die EU-Exit-Apologeten in Westeuropa mit den Brüsseler Bürokraten, die Auseinandersetzungen Berlins mit Warschau und mit dem Migrantenzügler Erdogan oder die Pfeifen-im Walde-Veranstaltungen diverser NATO-Bataillone an der Ostfront sind: Dies alles beweist nur, dass das Ende der westlichen Hegemonie nahe herbeigekommen ist.

Und nun, anscheinend völlig unbemerkt von der Wahrheitspresse unseres Sprachkreises, erleben wir seit Anfang des Monats die Mutter aller bisherigen Skandale: „Vault 7“.

Damit wissen Sie überhaupt nichts anzufangen, liebe Leserinnen und Leser?

Grämen Sie sich darüber nicht! Wir hier unten gehen davon aus, dass die Mehrheit unserer lieben deutschmichelichen Mitbürger ebenfalls nicht weiß (wissen will), was „Vault 7“ für die Welt bedeutet. Denn wer Edward Snowden und Julian Assange immer noch für Verräter hält, hat noch nicht einmal ansatzweise versucht, die Perfidie der Macht des anglo-amerikanischen Imperiums zu verstehen.

Das englische Wort „Vault“ kann mancherlei Bedeutungen haben, zum Beispiel Gewölbe, Gruft oder Tresor. In dieser Causa geht es um die Veröffentlichung von 8700 CIA-Dokumenten seit Anfang März dieses Jahres durch Wikileaks, die eine politische Brisanz besitzen, welche derzeit nur wenige abschätzen können.

Von der „berüchtigten“ Veröffentlichungsplattform erfährt die Welt, dass die CIA und ihre „interne NSA“ nicht nur Tausende Virenprogramme zum Abhören der ganzen Menschheit geschrieben hat, sondern diese auch „aus Versehen“ an alle möglichen anderen, nahezu gleich bösen Menschen verteilt hat. Und wir müssen unwiderlegbar zur Kenntnis nehmen, dass die Schnüffler direkt in unseren Küchen, Wohnzimmern, Schlafzimmern und Westentaschen sitzen. Darüber hinaus können sich die Geheimdiensthacker in fast alle Prozesssteuerungen dieser Welt, wie Energieversorgungssysteme, Verkehrssteuerungssysteme einschließlich der Kernkraftwerke und einige militärische Nuklearpotentiale einklinken. Und natürlich können sie derartige Cyberangriffe als Fals-Flag-Unternehmen anderen Gruppen oder Staaten in die Schuhe schieben!

Es ist ziemlich sicher, dass diese Enthüllungen bedeutender als „Watergate“ und sogar als jene des Edward Snowden sein werden, denn es handelt sich um die bislang umfangreichste Dokumentation des gesamten Cyberwaffenarsenals der britisch-amerikanischen Geheimdienste. Mit diesem „Leak“ aus dem 7. Tresor des CIA ist die jahrzehntelange Arbeit ihrer 5000 Mann starken speziellen Hackerdivision verloren gegangen!

Julian Assange, der immer noch in London festgehaltene Wikileaksgründer, sagt dazu: „Die CIA hat die Kontrolle über ihr komplettes Arsenal von Cyberwaffen verloren. Es ist ein historischer Akt von vernichtender Inkompetenz, ein solches Arsenal angelegt und es an einem einzigen Ort ungesichert abgespeichert zu haben“.

Und John Pironti vom Security-Beratungsunternehmen IP Architects gibt zu bedenken, dass die Schwachstellen, die in den „Tresor 7“-Dokumenten beschrieben werden, von findigen kriminellen Hackern in aller Welt nachgebaut, beziehungsweise zur Schaffung neuer Bedrohungsarten verwendet werden könnten: „Diese Details sind wie Kieselsteine, die zu vielversprechenden Schlupflöchern führen. Die Zeit, die Cyberkriminelle sonst für die Recherche brauchten, hat sich gerade massiv verkürzt“.

Hatten wir hier unten in den 80er Jahren einmal versucht, gegen die DDR-Stasi und ihre IMs zu kämpfen? Wir hier unten können uns jedenfalls gut vorstellen, wie Erich Mielke in der Hölle rotierte, als er diese Informationen bekam.

Und was können wir nun Ihnen, sehr verehrte Leserschaft, angesichts dieses Wahnsinns Tröstendes empfehlen? Schalten Sie stets und rund um die Uhr alle ihre Smartgeräte ein und fluten sie die nutzlosen Server und die Wichte der anglo-amerikanischen Abhördienste mit ihrer Botschaft: „F….k you, ihr Arschlöcher, eines Tages seid ihr und eure Hintermänner genauso dran, wie einst unser uns alle liebender Erich Mielke!“