Der schöne Schein

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Sonntag, 24. Dezember 2017 – Heiliger Abend

Weiße Weihnachten erleben auch dieses Jahr nur diejenigen, die sich über die Feiertage in die Berge zurückgezogen haben. Wir im unteren Drittel der Einkommenspyramide müssen das Fest der Feste wegen des Klimawandels im dunklen Regen über uns ergehen lassen. Nur der schöne Schein der Advents- und Weihnachtslichter, welcher uns in dieser Zeit aus zahllosen dekorierten Fenstern und Gärten der Städte und Dörfer unserer Republik entgegenstrahlt, erheitert allabendlich ein wenig unsere verwundeten Seelen.

Ansonsten liegt Dunkelheit über dem Land:

Die Weihnachtsmärkte sind mit „Merkellegos“ verbarrikadiert, um den Besuchern Sicherheit zu suggerieren; als ob böswillige Attentäter allein mit LKWs Anschläge wie in Berlin oder Nizza durchführen könnten. Was ist mit den Rucksackbombern, die die lächerliche Verbunkerung dieser Märkte nutzen könnten, um Panik zu erzeugen, weil für die Massen kein Entkommen ist?

Der Krieg der Meinungsmacher in den Einheizmedien wie im Internet nimmt immer groteskere Züge an. Wer sich gegen den Meinungsfaschismus des Machtkartells ernsthaft auflehnt, wird inzwischen diffamiert oder sogar direkt bedroht, wie es Journalisten wie Ken Jebsen und Jürgen Elsässer jüngst erlebten. Oppositionspolitiker, egal, ob rechts oder links verortet, werden mit so genannten Kunstaktionen gemobbt. Gesetzlosigkeit der Regierenden, besonders aber bei den illegal Hereingelassenen, die weder unsere Regeln noch unsere Kultur respektieren, breitet sich in rasantem Tempo aus. Es wächst eine Pogromstimmung heran, während das grundgesetzwidrige Netzdurchsetzungsgesetz die Privatisierung des Strafrechts eingeleitet hat.

Im Berliner Regierungsbezirk herrscht Stillstand. Was können uns die Kartellparteien für eine Agenda verkünden? Sie haben keine Ahnung, wie sie unser Volk wohin führen sollen! Das neugewählte Parlament tagte bereits dreimal. Doch wozu? Früher sind die Führer der Parteien, die derart schlechte Wahlergebnisse eingefahren hatten, unverzüglich zurückgetreten und haben neuen Leuten Platz gemacht, die das Ruder herumreißen konnten. Heute geht es diesen Mittelmäßigen nur noch um Posten und Sicherung ihrer Altersversorgung!

Das Palaver der Fraktionen im Bundestag ist Dank der neu eingezogenen AfD, vielleicht auch wegen der wiedererstandenen FDP, etwas unterhaltsamer als früher. Aber ändern können die so genannten Volksvertreter nichts daran, dass der Karren komplett gegen die Wand gefahren wird. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass sie total machtlos sind, dann sehen wir das beim wochenlangen Tauziehen um die Regierungsbildung mit „Sondierungen“ um „Jamaika“, „Groko“, „Koko“, oder was die Meinungsmacher noch für Schlagwörter erfinden werden, um dem Volk, welches hoffnungsfroh zur Wahl gegangen war, weiterhin zu suggerieren, dass es sich bei diesem Affentheater um Demokratie handelt.

Die gewählten Abgeordneten, die nunmehr in den umfangreichsten Deutschen Bundestag aller Zeiten eingezogen sind, haben nichts zu bestimmen! Die Verhandler der Altparteien tagen heimlich in Hinterzimmern, ohne das Parlament ausreichend einzubeziehen. Die Zwischenergebnisse werden nicht etwa in den Fraktionen abgesegnet, sondern von den Parteimitgliedern in so genannten kleinen Parteitagen, welche jedoch keinerlei Wahlmandat der Bürger besitzen. So wird das „hohe Haus“ der Abgeordneten, welches Regierung und Parteiführer kontrollieren soll, vollständig entmachtet und zu der „Quatschbude“ degradiert, als die sie berüchtigte Leute bereits 1920 apostrophiert haben. Es gelingt nicht einmal mehr, den schönen Schein zu wahren!

Was bleibt uns Bürgern als Hoffnung für das neue Jahr?

Im Herbst 1989, als uns Ostdeutschen die Diskrepanz der Politik zwischen Schein und Sein zu unerträglich wurde, entwickelte sich aus den mutigen Anfängen des „Neuen Forums“ eine Volksbewegung, die immer mächtiger wurde und massive Erschütterungen der verkrusteten DDR-Staatsmacht der so genannten Sozialisten zur Folge hatte. Möglich wurde diese Bewegung durch die Neutralität, die die Sowjetführung der UdSSR unter Michail Gorbatschow gegenüber der DDR-Nomenklatura eingenommen hatte. Sicherlich hat die „Abstimmung mit den Füßen“ von Millionen Ostdeutschen, welche durch die tapfere Haltung Ungarns und der damaligen CSSR-Führung stattfinden konnte, einen weiteren bedeutenden Einfluss auf die einsetzende Panik unter den DDR-Oberen ausgeübt. Eine solche Bewegung fehlt heute, weil in Westdeutschland die Fleischtöpfe noch zu gut gefüllt sind. Es werden mindestens noch einmal so viele illegale Einwanderer wie 2015 bis 2017 benötigt, ehe sich daran etwas ändern könnte. Erst wenn die sozialen Systeme in den „veralteten Bundesländern“ zusammenbrechen, wird sich der Volkssturm erheben.

Die Sachsen haben mit ihrer „Pegida“ aus der Erfahrung des kommunistischen Totalitarismus zeitig erkannt, was sich im noch immer besetzten und friedensvertragslosen Deutschland entwickelte. Ihr berechtigter Antiislamismus hat sich mittlerweile zu einer Antiregierungsbewegung gemausert. Doch die wird solange nichts erreichen, so lange in Westdeutschland das satte Wohlleben noch andauert.

Wir hier unten sind guter Hoffnung, dass dies nicht mehr lange währt: Erst wird der Rechtsstaat geschreddert, dann der Sozialstaat! Und der schöne Schein trügt nur! Denn die Axt ist schon an die Wurzel gelegt! Und zwar von den Totengräbern der deutschen Demokratie um Angela Merkel selber!