cum tempore

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Donnerstag; 20. April 2017

Den Bellizisten unter Ihnen, hochverehrte Leserschaft, muss leider mitgeteilt werden, dass der von fast allen Qualitätsmedien vorhergesagte thermonukleare Schlagabtausch zwischen Nord- und Südkorea diese Woche höchstwahrscheinlich noch nicht stattfinden kann.

Zwar ist das alljährliche Frühjahrs-Großmanöver der Truppen Südkoreas mit seinen westlichen Verbündeten in vollem Gange, jedoch verspätet sich leider die von Präsident Donald Trump versprochene Verstärkung der Alliierten, ohne die der angekündigte Präventivschlag nicht durchgeführt werden soll. Der Neue im Oval Office hatte nämlich den Flugzeugträgerverband „USS Carl Vinson“ zusätzlich in Richtung Koreanische Halbinsel befohlen, weil der Nordkoreanische Präsident auf die größte Truppenübung aller Zeiten auf dem südkoreanischen Teil der Halbinsel mit der größten Truppenparade aller Zeiten auf dem nordkoreanischen Teil der Halbinsel und mit der Explosion einer ballistischen Trägerrakete geantwortet hatte. Wir hier unten haben dabei anerkennen müssen, dass das Westimperium wesentlich überzeugender mit dem Säbel gerasselt hat, als es der fernöstliche Ministaat vermochte.

Allerdings gab es bei der Übermittlung der Befehle aus dem Weißen Haus von Washington hinüber ins Pentagon deutliche Datenverluste, denn der kriegsentscheidende Schiffsverband der US-Pazifikflotte fuhr zunächst mehrere Tage in Richtung Australien. Auch dort finden zurzeit umfangreiche Seemanöver der westlichen Kriegsflotten zur nachhaltigen Stützung des US-Dollar-Systems statt. Diese Panne ist inzwischen behoben worden und muss wahrscheinlich damit erklärt werden, dass mit General James Norman Mattis ins US-Kriegsministerium ebenfalls ein neuer Friedensverteidigungs-Minister eingezogen ist, der den Globus, insbesondere aber die Operationsgebiete der sechs Flotten der US-Navy auf den sieben Weltmeeren, noch nicht völlig überblickt.

Doch nun hat die USSCarlVinson-Flotte kehrt gemacht und wird aller Voraussicht nach Ende nächster Woche im Zielgebiet eintreffen. Dann könnte der versprochene Enthauptungsschlag Kim Jong-uns erfolgen! Allerdings warten Westalliierte in aller Regel darauf, dass der aggressive Gegner den ersten Schuss abgibt, damit das Notwehrrecht zur Anwendung gebracht werden kann. Die Welt darf gespannt sein, ob der Nordkoreanische Jungherrscher tatsächlich die Nerven verliert.

Was das geteilte koreanische Volk, welches noch nicht einmal das Trauma seiner Schlachten zur Einführung des westlichen Wertesystems in den Jahren von 1950 bis 1953 verarbeitet hat, aber auch die Westalliierten, dann erwartet, können Sie hier lesen!

Und wenn Sie die wahren Hintergründe des Kriegsgeschreis wissen wollen, können Sie sich auch noch dies hier  zu Gemüte führen.