Prepper

Sonntag, 4. August 2016

Ein wenig haben wir hier unten schon unter dem nachrichtlichen Sommerloch gelitten, obwohl wir einsehen müssen, dass auch die „Eliten“ mal Urlaub brauchen.

Wenigstens der Präsident der Türkischen Republik hat sich bemüht, diese politische Vakanz etwas zu mildern und uns reichlich Stoff zum Grübeln gegeben, nachdem seine bisherigen Verbündeten vom Islamischen Staat nach Darstellung der „Qualitätsmedien“ den Istanbuler Flughafen teilweise in die Luft gesprengt und dabei 44 unschuldige Menschen ermordet und 268 verletzt haben und Teile seiner Armee gegen ihn putschten. Auch jetzt können wir uns über seine antiwestlichen Eskapaden nur wundern. Schließlich ist sein Land Mitglied der NATO und seine Regierung bemüht sich immer noch darum, Mitglied der Europäischen Union zu werden – was ja auch irgendwie das Gleiche ist. Und nun verbietet er einigen tapferen Bundestagsabgeordneten sogar nachzuschauen, ob unsere Bundeswehrflieger auch ordentlichen Kriegsdienst auf seinem NATO-Stützpunkt Incirlik leisten.

Es kann natürlich sein, dass Recep Erdogan gar nicht darüber zu befinden hat, ob irgendwelche Zivilisten einen NATO-Stützpunkt, von dem aus gerade Krieg geführt wird, besuchen dürfen. Wir hier unten fragen uns sowieso, was unsere Parlamentarier dort wollen! Um herauszubekommen, dass deutsche Kampfpiloten in einem nicht erklärten Krieg mit wechselnder Gemengelage völkerrechtswidrig über syrischem und irakischem Territorium ihre Kreise ziehen, muss man nicht nach Incirlik reisen. Aber man sollte wenigstens wissen, dass gemäß den NATO-Verträgen weder unsere Volksdeputierten, noch unsere Kanzlerin, noch unsere Verteidigungsministerin, darüber zu bestimmen haben, wo deutsche Truppenteile Dienst tun. Und deshalb können unsere Politdarsteller auch nicht verhindern, dass unsere Soldaten rund 70 Jahre nach Ende des zweiten Weltkrieges wieder an die NATO-Ostfront, 50 Kilometer von St. Petersburg entfernt, befohlen werden, um für die anglozionistische „Neocon-Weltelite“ erneut als Kanonenfutter herzuhalten.

Da nicht nur wir hier unten den Zeitpunkt kommen sehen, an dem die Russen den Aufbau einer strategischen NATO-Überlegenheit und die Dauerprovokationen der Russophoben nicht mehr widerstandslos hinnehmen werden, sind wir neulich der Weltkommune der Prepper beigetreten. Das sind jene Verrückten, die ernsthaft glauben, dass sie kommende Katastrophen überleben könnten, wenn sie sich ausreichend darauf vorbereiten – pre(ä)parieren. Wie der meiste Blödsinn auf dieser Welt, kommt auch diese Bewegung aus den USA. Sogar unsere Regierung hat in ihrem neuesten „Weißbuch“ empfohlen, dass wir Deutschen uns wenigstens für einen Zeitraum von zwei Wochen mit Überlebensvorräten eindecken sollen. Das entspricht wahrscheinlich der Dauer, die von der NATO vorgesehen ist, um ihren neuen Hauptfeind, die Russische Föderation, zu überrennen – oder umgekehrt.

Wir hier unten denken, dass die derzeit größte Katastrophengefahr, der Zusammenbruch des westlichen Finanzsystems, einen Überlebensvorrat von mindestens einem Jahr erfordert. Also lesen Sie, verehrte Leserschaft, wenigstens eine der zahlreichen Prepper-Anleitungen und präparieren Sie sich entsprechend! Man hat sie gewarnt!

Lesen Sie dazu auch dieses Fundstück und diese Anmerkungen