Öl

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Freitag, 4. März 2016

Es wäre gut möglich, wenn auch furchtbar tragisch, dass die zahlreichen Kriege der Menschheit in den vergangenen 100 Jahren um den Besitz von Öl und Gas auf dem falschen Glauben beruht haben, dass in unserer Zeit der Peak Oil bevorstünde.
Es wird aber keinen Peak Oil geben, denn Mineralöl und Erdgas stammen, wie ihr Name schon sagt, aus dem Innern unserer Erde und sind nicht fossilen, sondern mineralischen Ursprungs.

Diese Entdeckung machten russische Geophysiker bereits in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, nachdem ihnen aufgefallen war, dass sich Erdöllager, die als erschöpft galten, nach etwa 30 Jahren wieder aufgefüllt hatten. Später machten anglo-amerikanische Explorer die gleichen Erfahrungen und die Geologen begannen damit, gemeinsam darüber nachzudenken, wieso die Kohlenwasserstoffe in unserem Erdmantel sich so verhielten, wie sie sich verhielten.
Vieles von den geophysikalischen und geochemischen Prozessen unseres Erdinnern ist der Menschheit noch ein unerklärtes Rätsel, kann sie doch trotz „modernster“ Bohrtechniken immer noch erst etwa 12 Kilometer in das Erdinnere vordringen. Beim bisherigen Bohrlochweltrekord handelt es sich um die so genannte Kola-Bohrung mit 12.262 Metern Tiefe. Das sind freilich nur 0,192 Prozent des Erdradius, der Strecke bis zum Erdkern. Mehr können wir nicht! Und deshalb sind uns die Prozesse des Erdinnern so gut wie vollständig verborgen.
Immerhin ist man sich in der Vermutung einig, dass durch chemo-physikalische Vorgänge im Erdmantel aus Methan Erdgas und Erdöl gebildet werden und insofern nach menschlichen Maßstäben unerschöpflich sind. Dennoch haben es die westlichen Erdölkonzerne in den vergangenen hundert Jahren mit ihrer Peak-Oil-Lüge geschafft, den Preis für diese Energieträger in astronomische Höhen zu treiben und damit Buchgeld in unvorstellbaren Größenordnungen auf imaginären Weltbankkonten zu horten. Heute, wo der Ölpreis „verfällt“, jammern die so genannten Weltökonomen, dass es den Kollaps der Weltökonomie bedeuten könnte, wenn die Energiepreise weiter sinken würden.
Das muss man sich als Otto Normalverbraucher mal wirklich durch den Schädel gehen lassen: Die Nachricht, dass es womöglich unbegrenzte Energieressourcen auf unserem Planeten gibt – die mögliche Nutzung der ungeheuren Massen von Sonnenenergie, welche ununterbrochen ungenutzt auf die Erdoberfläche knallen, mal noch völlig außer acht gelassen – als wirtschaftliche Katastrophe darzustellen, darauf muss erst einmal einer kommen!
Also, ungeachtet all dessen wird derzeit in Mittelnahost wieder ein größerer Energiekrieg ausgetragen. Diesmal geht es nicht so sehr um den Besitz, sondern um den Absatz dieses gar nicht mehr soo wertvollen Rohstoffes. Die wiederauferstandene Weltmacht Russland mischt kräftig mit. Denn wenn es derart reichlich Energie aus dem Erdinnern gibt, ist zukünftig entscheidend, wer wem wie am meisten davon verkaufen kann.
Für die Menschheit hat sich das Problem der Energieknappheit in diesem neuen Jahrtausend wohl erledigt. Das ist aber nur dann eine wunderbare Nachricht, wenn den Mammonisten die Macht genommen wird, diese Ressource erneut künstlich zu verteuern.
Aber keine Sorge, verehrte Leserschaft, die Menschheit findet andere Gründe, sich wie in der Vergangenheit gegenseitig massenhaft zu massakrieren. Wir hier unten tippen mal auf die Ressource Trinkwasser.
Und Wasser ist ein Lebensmittel, das man im Gegensatz zu Gold und Öl wirklich zum Überleben benötigt.

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