Keine Alternative

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Montag, 14. März 2016

Nach dem gestrigen Wahlsonntag ist die Freude der Menschen in Deutschland nahezu allseitig und grenzenlos: Die Alternative für Deutschland (AfD) freut sich, dass ihre Vertreter in alle drei Landtage einziehen werden und durchgehend zweistellige Quoten erreichen konnten. Die CDU freut sich, dass sie fast überall das Sagen behält. Am meisten freute sich Malu Dreyer, dass sie im Rheingau wider Erwarten doch die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. Vor Begeisterung bekam sie einen regelrechten Lachkrampf, eine solche Last fiel ihr von der Schulter. Die aufrechten Demokraten freuen sich, dass diesmal zwischen 60 und 70 Prozent der Wahlberechtigten zu den Wahlurnen geeilt sind. Und die Mammonisten können sich freuen, dass das deutsche Volk wiederum so brav auf alle diese Ablenkungsmanöver hereinfällt.

Doch bei Lichte betrachtet ist sozusagen nichts passiert. Zwar bekommen einige Vertreter der AfD nun gutbezahlte Abgeordnetenjobs in drei deutschen Landtagen und einige Kostgänger der Etablierten, insbesondere der SPD, verlieren ihre Pfründe. Aber die deutsche Regierung und ihre Apologeten in den Talkshows können so weiterwurschteln wie bisher und die fleißigen Deutschen mit Ersatzthemen wie „Flüchtlingspolitik“ und „Wieviel AfD verträgt Deutschland?“ oder „Volksverhetzer PEGIDA“ beglücken.
Die deutsche Verteidigungsministerin bemerkte über diese Wahlen: Es gibt keinen Anlass, etwas an Kanzlerin Merkels Flüchtlingspolitik zu ändern. Und damit hat sie aus mindestens zwei Gründen vollkommen Recht: Erstens hat sich deren „Flüchtlingspolitik“ bereits vor über einem Monat um 180 Grad gewendet, denn die Schengen-Außengrenzen werden wieder dicht gemacht! Und zweitens haben die Wahlergebnisse in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt trotz diverser anderslautender Pressemeldungen weder an den Machtverhältnissen in Berlin noch in der westlichen Welt irgend etwas verändert. Wir hier unten können voller Übereinstimmung mit Kurt Tucholsky sagen: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie (längst) verboten!“
Der wahre Machthaber in Europa, Mario Draghi von der Goldman Sachs Gruppe und derzeitiger EZB-Chef, hat soeben den Preis (Zinssatz) für Geld auf „Null“ gesetzt. Das bedeutet für alle europäischen Mitbürger, die noch einen Arbeitsplatz besitzen und etwas Geld verdienen oder gar welches auf der hohen Kante haben, eine deutliche Beschleunigung ihres Einkommens- und Besitzverlustes.

Damit bleiben die wirklichen Probleme Europas bestehen: Das schreckliche Flüchtlingschaos in Europa und an dessen Grenzen ändert sich kein bisschen. Die höchsten Lasten haben weiterhin die Griechen und die Italiener zu tragen und inzwischen kämpft jedes Land gegen jedes, allen voran unsere lieben polnischen Nachbarn.
Und die schlimmste Geißel der total verfehlten und erfolglosen Politik der westlichen Staatslenker seit 1989, die Jugendarbeitslosigkeit, verschärft sich weiter. Zusammen mit den Millionen Migranten, die Europa sei vorigem Herbst geflutet haben, wird sich das soziale Chaos in Europa alsbald blutige Bahn brechen. Damit Sie, liebe Leserschaft, sich ein kleines Abbild über die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder in der westlichen Wertegemeinschaft machen können, füge ich ihnen eine Statistik aus dem Jahre 2013 in dieser Sache bei.

Eine neuere war aus nachvollziehbaren Gründen nicht zu finden. Vielleicht können Sie ja helfen!

Jugendarbeitslosigkeit
Jugendarbeitslosigkeit

Wen es interessiert, wie die Lage in Europa aus ungarischer Sicht betrachtet wird, der sollte sich die Zeit nehmen, die Rede Viktor Orbáns an die ungarische Nation zu lesen. Leider erwähnte er mit keinem Wort die Europäischen Aufklärer.

Viktor Orbáns Rede an die Ungarische Nation