Genozid und Suizid

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Donnerstag, 9. Juni 2016

„Der Völkermord an den Armeniern war einer der ersten systematischen Genozide des 20. Jahrhunderts. Er geschah während des Ersten Weltkrieges unter Verantwortung der jungtürkischen, vom Komitee für Einheit und Fortschritt gebildeten, Regierung des Osmanischen Reiches“, belehrt uns Wikipedia. Dieser planmäßige und umfassende Massenmord an den überwiegend christlichen Armeniern fand 1915 und 1916, also vor hundert Jahren, seinen vorläufigen Abschluss. Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges fiel Armenien an die Sowjetunion. Erst mit deren Zerfall erlangte die autonome Sowjetrepublik Armenien eigenen Völkerrechtsstatus. Das frühere Westarmenien rund um den Vansee gehört nach wie vor zur Türkei.

Sowohl das Osmanische Reich, wie auch die Türkische Republik, erkannten den „Aghet“ der Armenier nicht als Völkermord an und sprechen diesbezüglich von „kriegsbedingten Maßnahmen“ gegenüber den „politisch unzuverlässigen“ Armeniern. Wie diese Maßnahmen ausgesehen haben, hat der österreichisch-jüdische Schriftsteller Franz Werfel 1933 in seinem Bestseller „Die vierzig Tage des Musa Dagh“ eindringlich beschrieben. Der Roman wurde im Februar 1934 in NS-Deutschland aufgrund des § 7 der „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze des Deutschen Volkes“ wegen „Gefährdung öffentlicher Sicherheit und Ordnung“ verboten.

Warum, zum Teufel, hat nun der Deutsche Bundestag ausgerechnet am 20. April eine Resolution in dieser Angelegenheit erlassen, wohl wissend, welche innen- und außenpolitischen Auseinandersetzungen mit der Türkei und den Türken diesem Vorgang folgen werden? Und wer, zum Kuckuck, hat das deutsche Parlament autorisiert, eine „Fatwa“ über diese Causa zu beschließen, aber über alle anderen aktuellen und früheren Massenvernichtungen, Kriegsverbrechen und Vertreibungen den Mantel des Schweigens zu breiten? „Völkermord“ ist ein völkerrechtlicher Straftatbestand gegen Maßnahmen, „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“. So lautet die internationale Regel, die nicht nur für frühere und ausgewählte Ereignisse gilt. Dazu bedarf es keiner speziellen Resolutionen zufälliger Gruppierungen von Parlamentariern in irgendeinem Land!

Wir hier unten können eine solche Politik, insbesondere in einer Zeit, in der mit dem türkischen Präsidenten über Maßnahmen zur Eindämmung der Völkerwanderung aus dem mittelnahöstlichen Raum verhandelt wird, nur als suizidal bezeichnen. Sollte auf der heute im „weltoffenen“ Dresden beginnenden Bilderbergkonferenz beschlossen werden, nun auch afrikanische Migrantenströme nach Deutschland zu lenken, ist der Genozid an unserem Volk nicht mehr aufzuhalten. Dazu hat vorgestern Wolfgang Schäuble noch einmal erklärt, wie „bereichernd“ frisches Blut für uns Deutsche ist, weil Deutschland doch kurz davor ist, wegen Inzucht unterzugehen. Auf diese Suizidgefahr hatten wir hier unten in unserem Artikel über die „Fertilitätslücke“ ebenfalls bereits hingewiesen.

Lesen Sie dazu bitte auch: Doppelmoral und „Deutsche Mitschuld“