Warum Salafisten auf die westliche Kultur scheißen

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In verschiedenen Medien wird berichtet, dass vor allem männliche Asylforderer ihre Notdurften in den Auffanglagern nicht nach der „Etikette“ der Zielländer verrichten, sondern im wortwörtlichen Sinne auf alle westlichen Werte pissen und scheißen. Ich glaube nicht, dass Syrer, Iraker bzw. überhaupt alle Araber von Hygiene und Benimm keinerlei Ahnung haben. Die diese Länder bereist haben, berichteten meist von hoher islamischer Kultur und Gastfreundschaft. 2012 veröffentlichte ich meinen Science-Fiction-Roman „KAIROS – Die vertane Chance“. Schon damals waren die Konflikte im nahen und mittleren Osten offenkundig. Wovon ich nichts ahnte, war die Flüchtlingsinvasion des Jahres 2015. Um aber zu verstehen, weshalb junge arabische Asylforderer sich so benehmen wie sie sich benehmen, empfehle ich, den nachfolgenden Auszug aus meinem oben zitierten Buch aufmerksam zu lesen. Es sind salafistische Krieger, und wir werden es bald zu spüren bekommen…

5. Der Dschihadist
„Und weshalb seid Ihr hinsichtlich der Heuchler zwei Parteien, wo Allah sie für ihr Tun umgekehrt hat? Wollt Ihr recht leiten, wen Allah irregeführt hat? Und wen Allah irreführt, nimmer findest Du für ihn einen Weg.

Sie wünschen, dass Ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, und dass Ihr ihnen gleich seid. Nehmet aber keinen von ihnen zum Freund, ehe sie nicht auswanderten in Allahs Weg. Und wo sie den Rücken kehren, so ergreifet sie und schlagt sie tot, wo immer Ihr sie findet; und nehmet keinen von ihnen zum Freund oder Helfer.“ 1

Wieder und wieder rezitierte Erol Akalin an diesem Abend diese Verse des Korans leise in arabischer Sprache, nachdem er, wie vorgeschrieben, das Glaubensbekenntnis und das Hauptgebet gesprochen hatte. Sein Haupt war zur Kaaba gen Mekka gerichtet, während er auf den Knien liegend in demütiger Haltung auf seinem wertvollen Gebetsteppich hockte. Neben den Kampfbefehlen des Koran waren ihm die Tötungsbefehle seines einzigen Herrn und Gottes die allerliebsten geworden.

Er war betrübt darüber, dass es die alliierten Invasoren in den vorder- und mittelasiatischen Ländern geschafft hatten, nachhaltige Zwietracht unter die wahren Gläubigen zu säen. Und er hatte gesehen, wozu die Ungläubigen noch imstande waren. Überall auf der Welt, wo er ihnen begegnet war, hatte er ihre Missachtung Allahs und ihre Demütigungen gegenüber den rechtgläubigen Muslimen ganz persönlich erlebt. Er hatte mit eigenen Augen gesehen, wie sie in den Kriegsgebieten ihre Frauen und ihre toten Kameraden schändeten.

Aber jetzt, nachdem er in sein fünfunddreißigstes Lebensjahr eingetreten war, konnte er die Worte des Propheten und dessen Auftrag endlich selbst richtig deuten. Nun erst begriff er Allahs Lenkung seines bisherigen Lebensweges und die Aufgabe, die ER ihm vorgezeichnet hatte. Sein Herz war voller Ehrfurcht dem Höchsten gegenüber. Aber auch für seine Lehrer und seinen Vater empfand Erol Dankbarkeit, da sie ihn, als er noch ein unverständiges Kind gewesen war, auf den richtigen Weg geleitet hatten.

Sein frommer, der alten, unverfälschten Lehre der Salafisten anhängender Vater hatte ihn und seine Geschwister im einzig wahren Glauben erzogen. Und er hatte es mit viel Geld und seinen besonderen Beziehungen zu türkischen und pakistanischen Glaubensbrüdern ermöglicht, dass Erol in der Nähe von Peshawar, der Hauptstadt der nordwestlichen pakistanischen Stammesgebiete der Paschtunen, eine gute hanbalitische Koranschule besuchen durfte und anschließend noch eine militärische Ausbildung zum berufenen Dschihadisten erhielt. Dort hatte Erol auch saudi-arabische Wahabiten kennengelernt, die in den internationalen Brigaden der al Qaida dienten und die sein weiteres Leben und Denken maßgeblich beeinflussten.

Im Januar 1995 hatte Erol bei seinem ersten Kampfeinsatz zu den etwa tausend auserwählten islamischen Kämpfern aus verschiedenen Ländern gehört, die das Zentralkrankenhaus der tschetschenischen Hauptstadt Grosny besetzten und den Russen mit dieser spektakulären Guerillaaktion im Land und weltweit gewaltigen Schaden zufügten. Danach hatte er im Alter von erst siebzehn Jahren in Afghanistan in den Reihen der Al-Qaida zusammen mit Gulbuddin Hekmatyar und den Taliban gegen Ahmad Schah Massoud, den sunnitischen Abweichler, gekämpft, bis dessen Regime mit der Hilfe Allahs, Pakistans und damals noch der Nordamerikaner, 1996 endlich gestürzt und Massoud vertrieben worden war. Nachdem diese Arbeit getan und mithilfe seines saudi-arabischen Glaubensbruders Bin Laden, des pakistanischen Geheimdienstes und einflussreicher Amerikaner Ende des Jahres 1996 die Herrschaft der Taliban unter Mullah Omar in Afghanistan errichtet worden war, wurde Erol wieder nach Deutschland beordert, um in Berlin ein technisches Studium aufzunehmen.

Ein- und Ausreisen für solcherart globale Einsätze waren mit seinem deutschen Pass bis zu jenem Tag im September des Jahres 2001, an dem die drei Türme des New-Yorker World-Trade-Centers in sich zusammenfielen, noch ohne weiteres möglich gewesen. Danach wurden diesbezügliche Unternehmungen nicht nur für ihn, sondern für alle Gotteskrieger der weltweiten Umma immer schwieriger und für manche von ihnen sogar zum Verhängnis. Denn mit diesem Ereignis war der globale Krieg der ungläubigen Mächtigen des Westens gegen die Rechtgläubigen des Islams eingeläutet worden.

Am Ende des Jahrtausends hatte sich Erol noch einmal zu Freiwilligeneinheiten nach Palästina und in den Libanon gemeldet, um mit ihnen gegen die Israelis zu kämpfen. Danach ging er im Mai 2003 in den Irak, um zusammen mit den Al-Qaida-Brigaden die dortigen Brüder in ihrem Kampf gegen die westlichen Alliierten zu unterstützen. Nach der Niederlage Saddam Husseins und seiner Baath-Partei und der Besetzung des Zweistromlandes durch die Amerikaner nahm Erol bis zu seiner Gefangennahme bei Al-Basrah am Widerstand der überlebenden rechtgläubigen sunnitischen Iraker gegen die Allianz der Ungläubigen und ihrer schiitischen Lakaien teil.

In diesem heiligen Krieg, der den Muslimen nach Erols fester Überzeugung von der Bushclique und den israelitischen und amerikanischen Zionisten nach dem World-Trade-Fake aufgezwungen worden war, hatte Erol in heiligem Zorn und im Namen Allahs Hunderte ihrer verruchten Söldner getötet. Aber er wusste, es waren längst nicht genug. Und der ihnen vom Allerhöchsten verheißene Sieg des einzig wahren Glaubens und des Guten lag immer noch in weiter Ferne, auch wenn sich der Heilige Krieg mittlerweile bis weit über den Nahen Osten hinaus, bis hinein in die südwestasiatischen Regionen und nach Nordafrika ausgebreitet hatte und der Westen durch diesen Krieg und die Wirtschafts- und Finanzkrisen der Jahre 2008 bis 2012 massiv geschwächt worden war.

Nun, nach fast acht Jahren Gefangenschaft in verschiedenen geheimen Lagern der westlichen Alliierten, befand er sich endlich wieder bei seiner Familie in Deutschland. Vom hohen Rahbar, dem Führer der vereinigten internationalen Dschihadisten persönlich, hatte Erol nach seiner Freilassung aus Guantanamo den ehrenvollen Auftrag erhalten, eine islamisch-deutsche Untergrundarmee aufzubauen, die im Rücken der NATO-Staaten und ihrer Alliierten empfindliche Anschläge gegen europäische Wirtschafts- und Militärzentren führen und wichtige ihrer Führer töten oder anderswie unschädlich machen sollte. Erol schätzte, dass die endgültige Einsatzstärke der europäischen Gotteskrieger wenigstens fünfzigtausend Mudschaheddin betragen könnte; fromme, gottesfürchtige Kämpfer, deren Glaube und Einsatzwille bis zur Konsequenz eines geheiligten Märtyrertodes gehen würde. Die Feinde Allahs mochten zwar mit dem Scheitan im Bunde sein, der ihnen gegenwärtig noch viel Macht verlieh, aber Allah war auf ihrer Seite und der Endsieg würde ihnen gehören, dessen war sich Erol sicherer als je zuvor.

Nach all den schrecklichen Erlebnissen während der Zeit seiner Teilnahme am Untergrundkampf im Irak und später in den amerikanischen Speziallagern, hegte Erol keinerlei Zweifel mehr, dass die Ungläubigen des Westens noch viel vernichtender geschlagen werden mussten, ehe diese Völker umkehren und sich zum wahren Glauben bekennen würden. Niemand seiner Brüder sollte sich einreden lassen, dass die gottlosen Abendländer alsbald freiwillig zum wahren Glauben finden und von ihrem satanischen Tun ablassen würden. Denn alle Sünden, die die Heilige Schrift des Propheten beschrieb und verdammte, wurden von den Ungläubigen der westlichen Welt von Anfang an mit Freuden begangen. Schon seit den Kreuzzügen des Mittelalters hatten sie jahrhundertelang Tod und Verderben unter die Muslims gebracht und kein Verbrechen und keine Untat gescheut, um dem Scheitan und vor allem seinem Knecht, dem Mammon, zu frönen. Im vergangenen Jahrhundert hatten sie die allergrößten Kriege vom Zaune gebrochen und Millionen unschuldiger Menschen auf dem Gewissen. Und mit Beginn des neuen Jahrtausends hatten sie begonnen, einen weiteren weltweiten Kreuzzug gegen die Muslime der ganzen Welt zu führen.

Ihre Seelen waren verdorben und durch und durch unrein. Keuschheit und Gottesfurcht waren ihnen fremd. Ihre Schandtaten stanken in aller Welt zum Himmel. Mit ihren satanischen Büchern, frivolen Filmen, verlogenen und unkeuschen Zeitschriften, pornografischen und Horrordarstellungen, mit allem verhöhnten sie Allah Tag für Tag. Vor allem aber war es ihre unterdrückerische globale Ökonomie, die den Gerechtigkeitsgeboten des HERRN zuwiderlief. Ihre Sündhaftigkeit und ihre Dekadenz trat mit jedem neuen Morgen klarer hervor.

Nach seinen Leiden in Abu Ghraib und Guantanamo hielt es Erol im Gegensatz zu einigen „modernen“ Imamen einiger muslimischer Länder allerdings für eine vergebliche Mühe, die Menschen des Westens mit friedlichen Mitteln zur wahren Religion bekehren zu wollen. Es ging, davon war er inzwischen zutiefst überzeugt, nur mit Gewalt, so wie es die Schule des Ahmed ibn Hanbal lehrte. Darum war das Tor des Idschtihad, entgegen den Lügen dieser so genannten liberalen Muslims, seit neunhundert Jahren endgültig geschlossen. Und deshalb hatten ihm Allah und Mohammed, der einzig wahre Prophet, die Kraft und das Wissen gegeben, alle Unbill, die ihm von den Ungläubigen zugefügt worden war, unbeschadet an Leib und Seele zu überstehen. Gott hatte ihm diese Leiden auferlegt, um seinen Glauben zu prüfen und ihn stark für seine zukünftigen Aufgaben zu machen. Und ER hatte ihm den Weg gewiesen, wie alsbald der Sieg der einzig wahren Religion errungen werden konnte.

„Diejenigen, welche ungläubig sind und von Allahs Weg abwendig machen – ihre Werke wird er irreleiten.

Diejenigen aber, welche glauben und das Rechte tun und an das glauben, was auf Mohammed herabgesandt ward – und es ist die Wahrheit von ihrem Herrn -, zudecken wird er ihre Missetaten und ihr Herz in Frieden bringen.

Solches, dieweil die Ungläubigen dem Eiteln folgen und die Gläubigen der Wahrheit von ihrem Herrn folgen. Also stellt Allah den Menschen ihre Gleichnisse auf.

Und wenn Ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit ihren Häuptern, bis Ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt; dann schnüret die Bande.˝ 2

Der große, schlanke Mann mit der bronzen glänzenden, wettergegerbten Haut, den kurzgeschorenen, pechschwarzen Haaren und den dunklen, fanatisch leuchtenden Augen, versenkte sich noch tiefer ins Gebet und bemühte sich, von jetzt an keine selbstkreisenden Gedanken mehr zuzulassen.

1) Koran, Sure 4, Verse 88, 89

2) Koran, Sure 47, Verse 1 bis 4