Einigkeit und Recht und Freiheit

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Das nachfolgende Gedicht hat mir eine Leserin zugesandt und mir erlaubt, es in meinen Blog zu stellen. Aus nachvollziehbaren Gründen möchte die Dichterin lieber anonym bleiben. Ich finde, dass es die gegenwärtige Stimmung in unserem Land auf wunderbare Weise trifft und es ist schade, dass wir ihr den gebührenden Lorbeerkranz nicht aufsetzen können.

Die Dichterin hat ebenfalls erlaubt, dass jedermann dieses Gedicht abdrucken und verbreiten darf. Ihre Autorenrechte bleiben dadurch selbstverständlich unberührt.

Einigkeit und Recht und Freiheit

Wenn sich die Welt im Kopf uns dreht,

weil nichts mehr vor- noch rückwärts geht,

die Menschheit alles ignoriert

und nicht begreift, wohin das führt;

wenn sie, ich mein die Menschlichkeit,

es nicht mehr gibt, dann ist’s soweit.

 

Auch Würde ist nur noch ein Wort,

sie gibt’s nicht mehr, ist einfach fort.

Von „unantastbar“ – keine Spur.

Es herrscht nur Willkür – und das pur.

Die so genannten Obrigkeiten

woll’n Recht und Einigkeit vermeiden.

 

Gesetze lässt man so verfassen,

dass sie nur für die „Großen“ passen.

Und was Regierungsleute sprechen,

das fördert eher das Verbrechen

an Menschen und an der Natur.

Doch sie sind taub, sie kreisen nur

um Macht, Präsenz und um Gewinn.

Alleine danach steht ihr Sinn!

 

Ich könnte „die da oben“ hassen,

weil sie ihr Volk im Stiche lassen,

aus Habgier und aus Angst um sich.

Wo ist die Freiheit, frage ich?

Wir werd’n belogen und betrogen

Und lassen wir es zu, verbogen!

 

Nur habe ich oft das Gefühl,

so mancher es nicht anders will,

dass „die da oben“ uns negieren

und rigoros zur Knechtschaft führen.

Die meisten sind nicht int´ressiert,

was nächste Zeit mit uns passiert.

 

Dies´ Nichtint´resse ist fatal!

Wacht endlich auf und rührt euch mal!

Denn wisst ihr erst mal, was geschieht

und was uns letzten Endes blüht –

denn wir sind alle ja betroffen –

ich glaub´, dann könnt´ man wieder hoffen.

 

Ich wünsche, dass wir es erreichen,

dass unser Volk, nicht nur die Reichen

in Frieden, Recht und Menschlichkeit

beginnen eine neue Zeit.

Und alle Kinder, das wär´ schön,

in eine neue Freiheit gehen.