Waldai

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Offen gesagt, verehrte Leserschaft, hatten wir hier unten bis vor kurzem noch nicht die leiseste Ahnung, was der Begriff „Waldai“ bedeutet. Doch dann hörten wir ein Rauschen im internationalen Mediendschungel, weil Wladimir Wladimirowitsch Putin auf dem allda stattfindenden elftem der alljährlichen Foren eine außergewöhnliche Rede gehalten haben soll.

Im Rahmen der Aufregungen und Diskussionen zum 25. Jahrestag der so genannten friedlichen Revolution bei uns und in den westeuropäischen Satellitenstaaten der ehemaligen Sowjetunion wäre diese Angelegenheit auch beinahe untergegangen, wenn nicht Michael Gorbatschow anlässlich seines Besuches in Berlin die Sprache darauf gebracht und behauptet hätte, dass dies die beeindruckendste und aufrüttelndste Rede des gegenwärtigen russischen Präsidenten gewesen sei und die Welt, besonders aber UNSERE LIEBE DEUTSCHE FRAU, die richtigen Schlüsse daraus ziehen sollte.

Also tat ich zweierlei: Ich suchte auf der Landkarte die Lage des russischen Örtchens, wo sich die hochrangigen russischen und internationalen Politstrategen zum alljährlich Talk treffen, und im Internet nach dem Wortlaut der Rede Putins. Letzteres war mit einigen Problemen verbunden, schließlich aber fand ich hier eine einigermaßen authentische Übersetzung: www.chartophylakeion.de Weiter

Unrechtsstaat

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Die Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls sind vorüber und die deutsche Hauptstadt hat mit ihren verschiedenen Programmen und den feiernden Menschen entlang des ehemaligen Verlaufs der Mauer dabei keine schlechte Figur gemacht.

Auch die damaligen Oppositionellen und Zeitzeugen der ersten Stunden haben in vielen Kirchen Ostdeutschlands ihre Erinnerungstreffen abgehalten. Nicht wenige Bücher und Filme sind aus diesem Anlass herausgebracht worden. Der 9. November erwies sich im Jahr 2014 erneut als der wichtigste Tag in der deutschen Geschichte, allerdings nicht nur wegen des Falls der Berliner Mauer und der bis dahin nach dem Zweiten Weltkrieg ziemlich undurchlässigen Zonengrenze.

Obwohl die DDR-Deutschen in einem nunmehr fünfundzwanzigjährigen Prozess des „Einholens-ohne-zu-Überholen“ viele der erwünschten Segnungen des westlichen Kapitalismus kennen gelernt haben, sind einige Renitente nicht zufrieden mit der grenzenlosen Freiheit, die sie seit der „friedlichen Revolution“ genießen können. Weiter